Der psychedelische U-Bahnhof, der legendäre Filz und der bestehende Ersatzverkehr

Der Bahnhof Jungfernheide beherbergt eine U- und eine S- Bahnstation. Unten auf dem in psychedelischen Farben der 70er gehaltenen U-Bahnhof zeigt die BVG wie es so mit den wichtigen Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Berlin läuft. Und es läuft gar nicht. Der U-Bahnhof weist nämlich zwei Bahnsteige für eine Linie auf, die es gar nicht gibt, die … Weiterlesen Der psychedelische U-Bahnhof, der legendäre Filz und der bestehende Ersatzverkehr

Debil durch das Festival of lights

Manchmal will sich Berlin fein machen. Und wie macht man sich fein, wenn man potthässlich ist? Man dimmt das Licht und sorgt für optimale Beleuchtung. Dann sieht man die Fältchen nicht, die Pustelchen, die Narben. Festival of lights. Es fahren Busse zu allen ausgeleuchteten Sehenswürdigkeiten, die in allen möglichen Farben strahlen, und natürlich fahre ich … Weiterlesen Debil durch das Festival of lights

Escort

Der Wind weht freundlich heute. Ich sitze am Hafen irgendeiner südfranzösischen Stadt. Es gibt Muscheln. Austern. Meeresschnecken. Gebratenen Barrakuda. Frittierte Sardinen. Karaffenweise Weißwein. Ich bin schon wieder besoffen wie schon seit Tagen, wie eigentlich jeden Abend, jeden Nachmittag bereits, um es ganz genau zu nehmen. Der französische Wein. Aus dem Schlauch. Der Gute. On ne … Weiterlesen Escort

City West Schnitzeljagd

Hey Kinder, heute fällt die Schnitzeljagd aus, der Onkel hat eine viel bessere Idee: Laufsocken suchen bei Karstadt Sports. Die Laufsaison neigt sich bald dem undankbaren Herbst zu und der Onkel braucht neue Laufsocken, als Ersatz für die alten, die der Sommerschweiß-Ammoniak zerfressen hat. Und hey, bei Karstadt Sports Laufsocken zu finden ist viel schwieriger … Weiterlesen City West Schnitzeljagd

Ausgewackt?

4:30 Uhr. Kaffee. Gulp. Scheiße, Kind wach. Kind wieder zum Schlafen gebracht. Noch mehr Kaffee. Browser. Metaltix aufgerufen. Wo ist die scheiß Kreditkarte? Ah, hier. Klick. Bestellt. Letztes Jahr habe ich so lange gegammelt, bis es nach 48 Stunden ausverkauft war, Fehler wie diesen mache ich nur einmal. Wacken 2015. Gestern lag der Goldstaub im Briefkasten. … Weiterlesen Ausgewackt?

Prenzlauer Bergs tieffliegende Übermütter

Dass Sie als Vater in Prenzlauer Berg in Reputation und Seriosität auf der Stufe eines alkoholkranken Zirkusclowns mit Blumenkohlohren und Mundfäule rangieren, wird Ihnen spätestens dann klar, wenn Sie mit Ihrem Kind alleine, also ohne den echten Elternteil (Mutter respektive Oma) unterwegs sind. Ihr Kind ist Freiwild. Was Sie wollen oder nicht wollen, spielt keine … Weiterlesen Prenzlauer Bergs tieffliegende Übermütter

Wie geil, Robbie kommt!

Schlurf. Boar, was ist das? Robbie kommt! Fickmichweg, Robbie kommt! Doch was will Robbie eigentlich bei einer dieser Idiotenpartys würdelos alt gewordener Mittvierziger, die völlig von Sinnen eines der kulturell, musikalisch und sowieso charakterlich schlimmsten Jahrzehnte abfeiern, nur weil ihnen heute noch langweiliger ist als damals bei der Mensadisco der TU, als sie sich mit … Weiterlesen Wie geil, Robbie kommt!

Das sinnloseste Gebäude der Welt: Der Schwerbelastungskörper

Gestatten? Das sinnloseste Gebäude der Welt. Der Schwerbelastungskörper. Seines Zeichens ein dickes Stück Beton auf den Berliner Sand gegossen, um zu testen, ob der den geplanten monumentalen Nazi-Triumphbogen im Zuge der Planungen zur Welthauptstadt Germania aushalten würde, ohne weg zu sacken. Er ist bis heute fast 20 cm eingesunken. Er hätte nur 5 cm einsinken … Weiterlesen Das sinnloseste Gebäude der Welt: Der Schwerbelastungskörper

Ich und mein Kumpel Putin

Die Limousine bremst. Es ist ein Mercedes. Schwarz-Metallic. Gepanzert. Neben mir fläzen Klischeehostessen. Russische. Enge Kleider. Viel Farbe. Hochgesteckte Haare. Louboutin. Armreifen. Goldene. Der Geruch von Seife, den ich so mag. Als sich die Autotür öffnet, trete ich in den warmen Abend Moskaus hinaus. Natürlich werde ich belagert. Menschen schauen. Telefone fotografieren. Ich kenne das. … Weiterlesen Ich und mein Kumpel Putin

Huhu fool me, Weltballon

Muss ich das alles machen? Muss ich jeden Mist machen, der in dieser Stadt für Touristen so angeboten wird? Muss ich? Ja, aber sicher, ich mach' alles, ich fahr' U-Bahn-Cabrio, ich fahr' Fahrradrikscha, Bierbike, Grillfloß, ich ess' im Theodor Tucher, Kartoffelhaus Nr. 1, ich knall' mir Konnopkes langweilige Idiotencurrywurst rein und stehe dafür mit vielen … Weiterlesen Huhu fool me, Weltballon

Mein Block und nicht Blumentopf sein Block

Cuvrystraßenimpression. Hey, ich hab' da mal gewohnt. Umme Ecke. Ich erinnere mich an palettenweise Hansa-Dosen, River Cola, Chips und Pizzakartons um schäbige Röhrenmonitore herum drapiert, in dessen fahlem Licht drei dauerbekiffte und/oder vollgesoffene Irokesen saßen und Tag um Tag an Quake (Mehrspielermodus in den 90ern!) verschenkten. Was ist passiert? Haben die unser Rattenloch von asozialer … Weiterlesen Mein Block und nicht Blumentopf sein Block

Auf der Modersohnbrücke

Hier ist meine Lieblingsbrücke, ausnahmsweise mal bei Tag: Meine Lieblingsbrücke war sie immer schon. Sie ist viel cooler und hat viel mehr Style als die zugepisste Oberbaumbrücke, dieses vernachlässigte Symbol einer vernachlässigten Stadt abseits der Neureichenviertel, die sie anderswo entstehen lässt. Ich mag es wie die Brücke schwankt, wenn ein LKW auf ihr fährt. Ich … Weiterlesen Auf der Modersohnbrücke

Gastbeitrag: Auf dem Kinderbauernhof

Dieser Text zum Pankower Kinderbauernhof Pinke Panke ist von Amélie geklaut, die seinerzeit auf Qype viel Wahres zu diesem Ort geschrieben hat. Ein komischer Ort. Ich werd' mit dem Ding auch nicht warm. Mein Kind im Übrigen auch nicht. Es lief etwas unwillig auf dem Gelände herum, ist ihm wohl auch etwas zu verzottelt, zu verschlumpft. Dank … Weiterlesen Gastbeitrag: Auf dem Kinderbauernhof

Vorübergehend ausgeschrillt

Seit fast einem Jahr ist er zu, mein Friseur. Mein schriller, mein tuntiger Friseur, dieses exakte Gegenteil der 6-bis-10-Euro-Abfertigungs-Dumping- und pseudocool-überteuerten-Hipster-Friseure dieser Gegend, die sich so absurde Namen wie Hauptstadtschnitt oder Haarlekin geben, aber dann doch nur Tocotronic-Deppenfrisuren oder die aus Brandenburg eingeschleppte Heinrich-Himmler-Kante (auch bekannt als Zwickauer Terrorzelle-Gedächtnisfrisur) können. Meine Güte. Shirley betreibt den … Weiterlesen Vorübergehend ausgeschrillt

Das kleine Kino Krokodil

Das Kino Krokodil ist ein kleiner Geheimtipp in einer der ruhigeren Seitenstraßen des nördlichen Prenzlauer Bergs. Es ist spezialisiert auf russische bzw. osteuropäische Filme und hat sich damit ein kleines und sehr spezielles Publikum erarbeitet. Hier laufen Filme, die sonst höchstens ab 23.00 Uhr auf Arte und 3Sat oder auf stark subventionierten, völlig unbekannten und … Weiterlesen Das kleine Kino Krokodil

Op-tik-tik-Boom – Kreuzberg wirft

Es gibt in der Blogosphäre nur einen akzeptablen Weg, wie man auf ein zugeworfenes Blogstöckchen reagiert, wenn man es nicht gleich ganz ignoriert oder gar nicht erst bemerkt: Man stellt seiner ganzen unendlich eitlen Selbstreferenz einen ganz doll distanzierenden Disclaimer voran, dass man Stöckchen ja eigentlich gar nicht mag und überhaupt total albern findet, aber … Weiterlesen Op-tik-tik-Boom – Kreuzberg wirft

Der Bizarr-Opa und seine Fetischtorte

Prenzlauer Berg. Blackland. Ein Metalschuppen. Es ist 18:45 Uhr. "Guten Abend, haben Sie schon offen?" "Nein." "Wann machen Sie denn auf?" "Sieben." "Im Internet steht aber um sechs." "Heute nicht." "Kann ich mich so lange hier hinsetzen?" "Nein." "Alles klar." 20:30 Uhr. Die Kodderschnauze von eben legt den Turbo ein. "Tschuldigung, wo ist denn die … Weiterlesen Der Bizarr-Opa und seine Fetischtorte

Von der schwer erträglichen Bigotterie des Schnöselbezirks

Wo wir gerade bei Prenzlauer Berg sind: So ein erster Eindruck trügt ja auch manchmal. So dachte ich damals bei der Eröffnung des Oil & Vinegar, dass da mal ein wenig Stil in die Müllfraßecke vom Eingangsbereich der Schönhauser Allee Arcaden einkehrt, ist der Ort doch sonst der unangefochtene Garant für schlechten Geschmack, an dem … Weiterlesen Von der schwer erträglichen Bigotterie des Schnöselbezirks

Tischtennis, Imperialistenbier und Kunst auf Klo: Schmittz

Pling. Lampen an. Die Lampen in der Birne. Mittags angefangen. Wodka. Whisky Sour. Whisky pur. Glengrant. Glenfiddich. Glenmorangie. Glenmichdochanderkimme. Alles weggehauen. Glüh. Jetzt sind sie an, die Lampen. Alle. Jetzt ins Schmittz. Eine Bar wie ein Jugendhaus. Darts. Tischtennis. Kicker. Weitersaufen. Jetzt muss es Bier sein, jetzt will ich Tischtennis spielen, am besten Tischtennis mit … Weiterlesen Tischtennis, Imperialistenbier und Kunst auf Klo: Schmittz

Multiplex für Menschenhasser

Man sollte an einem Samstag nicht ins Cinemaxx am Potsdamer Platz gehen. Man sollte eigentlich überhaupt nicht mehr ins Cinemaxx gehen. Denn hier zeigt die eiskalte Profitmaximierung eine ihrer hässlichsten Fressen. Gespart wird natürlich zuerst an der Hygiene. Die Toiletten erinnern vom Geruch und der zerfickten Optik her an längst vergessene Junkiehöhlen bundesdeutscher Fernbahnhöfe in … Weiterlesen Multiplex für Menschenhasser

Getestet: Watchever

Wenn Til Schweiger für etwas Werbung macht, ist das eigentlich ein Grund, etwas aus Prinzip nicht zu nutzen. Dennoch: Mobiles Fernsehen On Demand klingt zu interessant, um es nicht wenigstens einmal auszuprobieren. Das Geschäftsmodell von Watchever ist attraktiv: Für 8,99 € im Monat gibt es Zugriff auf Spielfilme, Serien und Dokumentationen. Keine versteckten Gebühren und … Weiterlesen Getestet: Watchever

Miniaturwelten Berlin vs. Hamburg (2): Loxx

Das Loxx ist ein Beispiel dafür, wie man eine Sache nachmachen will und versagt. In Hamburg gibt es das grandiose Miniatur Wunderland und was in Hamburg funktioniert, funktioniert in Berlin nicht. Ich sehe stehengebliebene Züge, Knöpfe, die nicht funktionieren, und viel zu wenig Platz. Sie ist auch merkwürdig statisch, die ganze Szenerie, in Hamburg passiert … Weiterlesen Miniaturwelten Berlin vs. Hamburg (2): Loxx

Miniaturwelten Berlin vs. Hamburg (1): Miniatur Wunderland

Es gibt nicht so viel, das Hamburg besser kann als die großartige, einzigartige und wunderbare Haupt- und Großstadt Berlin, abgesehen vielleicht von Straßen ohne Schlaglöcher, Gehwegen ohne Gehwegschädenschild und Kotminenteppich, einer funktionierenden S-Bahn ohne sich vollkotzende Engländer, die einen Hitlergruß mimen und "VERRRBOTTEN!" brüllen, einem Winterdienst, der nicht vom Winter überrascht wird, funktionierenden Aufzügen, Rolltreppen, … Weiterlesen Miniaturwelten Berlin vs. Hamburg (1): Miniatur Wunderland

Wenn der Dickdarm die Rotorblätter zart umschmeichelt: Machete Kills

Lass mal rumspoilern: So ein Darm kann ganz schön lang sein, wenn er von Rotorblättern aus dem Bauch gezogen wird. Machete kann sich an diese Rotorblätter hängen und allen im Kreis fliegend den Kopf abschlagen. Der Revolutionär mit den zwei Persönlichkeiten verliert auch seinen Kopf. Durch einen geklonten Kämpfer. Von denen es etwa sieben im … Weiterlesen Wenn der Dickdarm die Rotorblätter zart umschmeichelt: Machete Kills

Suff vom Fass

Von den Fachgeschäften mit hochwertigen Spirituosen für den gepflegten Trinker, außergewöhnlichen Essigen und Ölen für den Gourmet und nicht zuletzt Wein zum Abfüllen ist mir "Vom Fass" einer der angenehmsten. Ich glaube, ich habe mich hier schon komplett durch das Grappa-Regal gesoffen, ein jeder für sich überragend gut, nicht fuselig, der noch Minuten später auf … Weiterlesen Suff vom Fass

Ole schmeißt …

... mit einem Blogstöckchen. Blogstöckchen sind eine SEO-Maßnahme, hab ich gehört, so etwas wie ein Kettenbrief früher in der Schule. Jeder behauptet, sie nicht zu mögen, aber trotzdem macht jeder mit und Mama schimpft, wenn plötzlich Post von Luitgard Lomquist aus Leinfelden-Echterdingen im Briefkasten ist. Vernetzt euch! habe ich vor zwei Monaten gebrüllt und mich beschwert, … Weiterlesen Ole schmeißt …

Bäckerbeef: Es wird eng in Treptow

Das Bild hier habe ich seinerzeit für die untergegangene Bewertungsplattform Qype geschossen als dieser Bäcker neu aufgemacht hat. Er war damals der erste, der qualitativ gute Nahrung in Treptow vertickerte. Ein Pionier. Damals war die Zeit der ranzigen Datschenbüdchen am S-Bahnhof Treptower Park, in denen minderwertiger Scheißdreck an den unbedarften Treptower verkloppt wurde und die … Weiterlesen Bäckerbeef: Es wird eng in Treptow

Retrospektive: Einbrecher und Pillendieb

Ich bin einmal eingebrochen. In eine Wohnung. Und hab' was geklaut. Vorsätzlich. *ring* "Stevenson?" "Alter, du musst kommen, Selena will sich umbringen." "Das will sie immer. Wo ist die Neuigkeit?" "Diesmal isses ernst. Das Pillenglas ist weg." "Was für ein Pillenglas?" "Sie hat die ganzen Jahre ihre Psychopharmadingsda gesammelt. Und alle anderen Pillen, die man … Weiterlesen Retrospektive: Einbrecher und Pillendieb

Salut!

Böööööh Cocktailbars. Ich mag gar keine Cocktailbars. Da sitzen sowieso nur die immergleichen blasierten Schnepfen und stehkragenbewehrten Schnösel zwischen Touristen und Gymnasiasten herum, die sich alle minderwertige Spirituosen mit klebrigem Sirup reintun. Dort trinken sie dann so viel durcheinander, dass sie am nächsten Morgen von dem ganzen Fusel Kopfschmerzen und Dünnpfiff haben und der strapazierte … Weiterlesen Salut!

Retrospektive: Chaostage

In Hannover brach mal der Bürgerkrieg aus. Für zwei Tage. Zwei Chaostage. Ich war selten so gespannt wie auf diese lange angekündigten wilden Tage in der langweiligsten und grauesten Stadt Deutschlands. Den Iro frisiert, Flensburgerflaschenverschlüsse an die verrotteten Kampfstiefel geknotet, Bierkästen in den Kofferraum von Tils alter schrottreife Karre und ab auf die Autobahn nach … Weiterlesen Retrospektive: Chaostage

Dickgebumst auf dem Herrenklo: Ein Bloggerjahr

28. Oktober 2013. Exakt ein Jahr Bloggen ist vorbei. So schnell geht das. Es gibt Blogger, die veröffentlichen wöchentlich ihre Blogstatistiken und drehen sich gerne mal um sich selber. Bin ich kein großer Freund von. Ausufernde Statistiken um das eigene Ego sind etwas für Eitle oder Zahlenfreaks ohne Sex. Aber nach einem Jahr Bloggen kann … Weiterlesen Dickgebumst auf dem Herrenklo: Ein Bloggerjahr

Danke, Achim

Das ist Achim. Achim Achilles. Eigentlich Hajo Schumacher und Journalist. Aber egal, für mich ist er Achim. Achim ist schuld, dass ich vor einigen Jahren angefangen habe zu laufen und nicht mehr aufhören kann. Und ich wollte deswegen immer schon mal einen ganz furchtbar schleimigen Blogpost schreiben und einfach mal danke sagen. Es ist lange … Weiterlesen Danke, Achim

Chabos wissen wer der Babo ist: Böhmermann ist wieder da

Meine Laune steigt. Böhmermann ist wieder da. Ich halte Jan Böhmermann für das größte Nachwuchstalent dieser Kulturwüste namens Deutsches Fernsehen. Und dass die Sendung "Roche & Böhmermann" eingestellt wurde, halte ich für das größte Verbrechen im Deutschen Fernsehen noch vor DSDS, Frauke Ludowig und der Kochshow dieses Grinsers Johann Lafer. Donnerstag 31.10.13 23.00 Uhr: Neo Magazin - … Weiterlesen Chabos wissen wer der Babo ist: Böhmermann ist wieder da

Unterwegs mit Trevor, der kranken Sau: GTA V

Ich bin durch. GTA V. Drei Wochen durchgezockte Nächte, drei bis vier Stunden Schlaf in der Nacht, in kurzen Träumen gequält von Headshots, Überfällen und Motorradrennen, morgens früh wieder raus, drei Wochen wie ein Zombie im Borgwürfel vor mich hin verwest - blass, Augenringe, todmüde, ferngesteuert, den Kaffee gleich literweise im Körper versenkt und Red … Weiterlesen Unterwegs mit Trevor, der kranken Sau: GTA V

Retrospektive: Kommandantur

Lange nicht mehr hier gewesen. Knaack- Ecke Rykestraße. Ich wohne in einem Kiez, der schon lange nicht mehr meiner ist und besuche manche seiner Ecken nur noch selten bis gar nicht, sondern fahre stattdessen nach Kreuzberg, Treptow, Neukölln, Lichtenberg, Hellersdorf sogar. Dies hier ist Knaack- Ecke Rykestraße, die Ecke der legendären Kommandantur. Was wurde hier gesoffen, was … Weiterlesen Retrospektive: Kommandantur

Lustgewinn durch Schuhe – Men’s Edition

Ich habe neue Chucks gekauft. In schwarz. Chucks zu kaufen setzt bei mir Endorphine frei wie bei meiner Exfreundin, wenn sie fünf Stunden bei Pimkie verbringt. Oder bei Orsay. Xanaka. Mango. Mungo. Bungo. Bongo. Chisibubikaio. Hyakutake. Blutsgeschwister. Das stand auf dem Laden, in dem ich die Dinger gekauft habe. Was für ein bescheuerter Name, ich … Weiterlesen Lustgewinn durch Schuhe – Men’s Edition

Kulleraugenfolter

Symbolbild Ich bin Ausbilder und seit vielen Jahren kommt es immer wieder, das Quartett aus dem Fundus einfallsloser Azubis: Kulleraugen. Piepsstimme. Hemmungsloses Geschleime. Dicke Dekolletés. Bei mir funktionieren keine Kulleraugen. Sorry. Auch keine Piepsstimme. Komplimente bringen es auch nicht. Und auf dicke Brüste in tiefhängenden Dekolletés, die mir in die Sonne gehängt werden, starre ich … Weiterlesen Kulleraugenfolter

11.09.

(ring) Alter, mach die Glotze an! Wieso? Mach an! Da brennt ein Hochhaus. Ja, da iss'n Flugzeug rinjeknallt! World Trade Center. New York, Alter. Okay. Krasse Scheiße, Mann. Bleibt's bei heute abend im Union Jack? ... 11.09. Blöder Tag zum Bloggen. Entweder setzt man einen betroffenen Allgemeinplatz ab, spinnt eine Verschwörungstheorie oder mahnt irgendetwas an. … Weiterlesen 11.09.

Herr Moser und seine Weinschule

Herr Moser betreibt eine Weinschule. Herr Moser ist ausgebildeter Koch und Sommelier. Ich trinke gerne Wein. Ich habe keine Ahnung von Wein. Nie gehabt. Ich bin der, der auf Parties immer dumm nickt und etwas zu bemüht versucht, wissend auszusehen, wenn andere mit ihrem angelesenen Wissen über Anbaugebiete, Hanglagen oder Sonneneinstrahlung prahlen und mit blasierter … Weiterlesen Herr Moser und seine Weinschule

Im Sprengelkiez – Spaziergang

Der Sprengelkiez. Ich atme Wedding. Kneipenduft. Kippen. Bier. Kiff. Spritzen im Kies. Ein Literatengesicht trinkt ein Sternburger auf einer Kinderschaukel. Die Penner stehen an der Tischtennisplatte. In Prenzlauer Berg hätte man schon längst eine Bürgerinitative gegründet, damit die Penner die Tischtennisplatte räumen und woanders hingehen. In den Wedding zum Beispiel. Oder dahin, wo der Pfeffer … Weiterlesen Im Sprengelkiez – Spaziergang

Dreckige Geheimnisse aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung – her damit!

Bei Nerdcore gab's kürzlich die Empfehlung eines Reddit-Threads, in dem die dreckigsten Geheimnisse aus allen möglichen Berufen rausgeknallt werden. Stark. Derb. Heftig. Bisher nur auf Englisch. Kriegen wir das auch auf Deutsch hin? Wenigstens im Kleinen hier auf dem Blog? So ein paar schmutzige Geheimnisse der Arbeitgeber ausplaudern? Anonym? (Gut, mit Ausnahme der NSA natürlich...) Kommt schon, … Weiterlesen Dreckige Geheimnisse aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung – her damit!

So frosch to the next Whiskybar

Am Ostkreuz gibt es einen Froschfetischisten. Froschfetischisten? Bist du nass? Nein, ehrlich, Froschfetischisten, das ganze Lokal ist dekoriert mit Fröschen, groß, klein, in Vitrinen, auf Gemälden, der Ascher ist ein Frosch und am Schluss bekommt man einen kleinen Gummifrosch zum Essen. Lustige Idee, die gar nicht so penetrant ist wie sie sich anhört. Sweet. Aber … Weiterlesen So frosch to the next Whiskybar

Przystanek Woodstock

Feiern können sie, die Freunde im schönen Nachbarland Polen. Das Festival Przystanek (Haltestelle) Woodstock in Kostrzyn nad Odrą ist ein großartiges Musikfestival über volle drei Tage, das keinen Eintritt kostet - initiiert von dem fantastischen Jerzsy Owsiak, einem Enthusiasten, wie ich ihn mir hierzulande wünschen würde: Empathisch, charismatisch, sozial. Einer, der etwas auf die Beine … Weiterlesen Przystanek Woodstock

Verpackungsklaus

Was ist das? Fort Knox? Ein echter Silberbarren? Der heilige Gral? Nein, ein Kleiderhaken - eingeschweißt wie die Kronjuwelen, wenn diese verpackt werden müssten. Ich bin ein Verpackungsklaus. Ich scheitere an Dingen wie diesen. Ich kaufe etwas und kriege es dann nicht auf, weil es in einer Vakuumverpackung aus der Hölle eingeschweißt ist, manchmal auch … Weiterlesen Verpackungsklaus

Väter können ja nix – Vol. II

Es herrscht Hitze. Und Hektik. Kurz noch mit dem Kleinkind zum Lidl gehen. Geht ja schnell. Soll ich Windeln einpacken? Und Taschentücher? Och nee, geht ja schnell. Rein. Einkaufen. Kasse. Zahlen. Raus. Weg. Was soll da passieren? Rein. Einkaufen. Kasse. Zahlen.  Hatschi.Hatschi? Oh nein, Rotz aus der Zwergennase über Lippe bis Kinn auf Shirt. Wo kommt … Weiterlesen Väter können ja nix – Vol. II

weinen

Was für eine Kackwerbung. Fuck you. Ich weine, wann ich will. Ich weine am Schluss von Dead Poets Societygemeinsam mit den Hobbits, wenn der Balrog Gandalf in den Abgrund reißtmit Gänsehaut bis zum Arsch, wenn Aragorn, der König, verkündet: "Ihr, meine Freunde, verneigt euch vor niemandem!"wenn ich Schimanski alt werden sehe und mich das mit … Weiterlesen weinen

Jetzt nimm doch bitte mein Geld, Schneiderin

Ich weiß nicht, wie diese Vietnamesen das machen. Mit dem Mut der Verzweiflung eröffnen sie Geschäfte aller Art, die meisten sichtbar defizitär: Kioske, Nagelstudios, Schneidereien und diese Thaimassagesalons, in denen sie den lieben langen Tag damit zubringen, dicken schwitzenden Männern zu erklären, dass das hier kein Puff ist. Und das machen sie auch noch mit … Weiterlesen Jetzt nimm doch bitte mein Geld, Schneiderin

Kita-Casting oder Die entnervende Suche nach einem Zwischenlager

Schön, dass das Thema endlich in den Holzmedien von Berliner Kurier bis Tagesspiegel angekommen ist: Kita-Casting - die entnervende Suche nach einem Platz für den Zwerg. Seit Jahren überschlagen sich die Medien mit Erklärungen, warum keiner mehr Kinder haben will und die Geburtenrate dieses Landes mit zu den niedrigsten in Europa zählt. Und was haben … Weiterlesen Kita-Casting oder Die entnervende Suche nach einem Zwischenlager

Mein Admiralspalast

Es gibt auf der Friedrichstraße auch einen schönen Veranstaltungssaal, nicht nur diese Stadthalle namens Friedrichstadt-Palast. Den Admiralspalast zum Beispiel. Man behänge denjenigen mit Orden, Schleifen und Lametta, der die Idee hatte, den Hauptsaal wieder so herzustellen wie er in den 20er-Jahren ausgesehen haben muss. Das Ergebnis ist eine Zeitreise zurück in das gute alte Berlin, … Weiterlesen Mein Admiralspalast

Nico Semsrott: Freude ist nur ein Mangel an Information

Nico Semsrott heißt der Depressive, der heute ins BKA-Theater nach Kreuzberg geladen hat, zu einem von insgesamt drei Terminen. Nico Semsrott heißt der Neurotiker, den sie seit einem Jahr durchreichen, von Extra3 über Stefan Raab bis zur Anstalt im ZDF, er ist der mit dem Tod, der mit den Niederlagen, der, auf dem sie in … Weiterlesen Nico Semsrott: Freude ist nur ein Mangel an Information

Ausgerechnet Spargel – ausgerechnet Brandenburg

Spargel. In Brandenburg. Ausgerechnet. Der Spargelhof in Beelitz-Klaistow ist so eine Touristenfliegenfalle wie dieser komische Erdbeerhof von Karl irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern. Die haben ja sonst nix - da im Sand. Nur Spargel. Ich sehe Spargelikör, Spargelsenf, Spargelgeist, Spargeleis und gottverdammte Spargelnudeln. Spargelnudeln - und es gibt Verrückte, die das kaufen... ich hab's gesehen... Tiere streicheln … Weiterlesen Ausgerechnet Spargel – ausgerechnet Brandenburg

Herzlichst

In einem Anfall von bodenloser Eitelkeit habe ich Google Analytics gefragt, wieviele Unique Visitors dieses Blog hat und in einem Anfall von grenzenloser Eitelkeit schreibe ich das jetzt hier hin: Es sind über 100 am Tag, davon etwa 60% wiederkehrend. Das sind dann doch ein paar mehr als die 3,5 besoffenen Kumpels, die ich erwartet … Weiterlesen Herzlichst

Boomtown Ostkreuz meets Technostrich

Am Arsch der Revaler. Simplonstraße. Technostrich. Fast Ostkreuz. Boomtown Ostkreuz. Lovelite. Schön, dass es solche Orte innerhalb des S-Bahn-Rings überhaupt noch gibt, solche, die zeigen, wie Berlin in Mitte und Prenzlauer Berg vor ganz vielen Jahren mal war: Ein dunkler Ort, ein lebender Ort, cool bis unter die Hutkrempe, verwinkelt, immer provisorisch mit der Aura … Weiterlesen Boomtown Ostkreuz meets Technostrich

Samstagshoppen-Nachtrag: Der Tranquilizer-Milchshake

Bratwurst. Leggins. Böhse Onkelz. RTL 2. Stern-Center. Samstags. Ein Ort, um Menschen hassen zu lernen. Leiber. Hackentreter. Seitenrempler. Längs, schräg, schiebend, rempelnd, raumfüllend füllig, schwitzend, schnaufend. Druck. Hochdruck. Bluthochdruck. Freizeitstress. Hinter mir hat ein prekärer Papa ein Schiebeauto von Spielemax erobert und schiebt mir seinen kreissägenkreischenden ADHS-Zwerg in die Fersen, Oma und Opa Kowalke stehen … Weiterlesen Samstagshoppen-Nachtrag: Der Tranquilizer-Milchshake

Mal bescheuert sein: Samstagshoppen

Stern-Center Potsdam am Samstag. Auftritt der Autisten. Sie sind überall. Stehend. Schlurfend. Wippend. Mitten im Gang, gerne zu zweit, dritt, viert, der ganze prekäre Familienverbund auf Ausgang gammelt herum und staunt, im Pulk, glotzt, steht im Weg, will man vorankommen, muss man Slalom laufen und stößt dann doch wieder mitten im Weg auf eine hoffnungslos … Weiterlesen Mal bescheuert sein: Samstagshoppen