Ich sehe Gesichter (4)

Na? Naaaaaaaaaaaaaa (aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa)? Doch, da ist eins. Sind die kleinen Dinge, die die Sachen schön machen manchmal. Das kommt davon, wenn Sie die abseitigen Dinge in den Nischen mögen. Dann entdecken Sie manchmal was. (manchmal auch nicht ...) Ich sehe Gesichter (3)

Politsektenporno

Mir wird seit Wochen ein nicht endender Reigen missionierender Internetpolitaktivisten als Screenshots in die Gruppenchats gespült, die mit heilig-ernstem Furor im Dauerfeuer ihre verschiedenen Botschaften in eine Welt schreiben, die sie hoffen, damit in ihrem Sinne formen zu können. Ich werde das nun sammeln, denn es wird vielleicht aus sentimentalen Gründen mal ganz wärmend sein, … Weiterlesen Politsektenporno

Kiffen in Zeiten der Pandemie

Liebe Lesendings von überkommenen Internetblogs und Magazinen auf bedrucktem Totholz, das famose Buffermagazin thcene hat für seine aktuellste Ausgabe einen bescheuerten Berliner Buffer zur Frage interviewt, wie er buffend durch die Pandemie gekommen ist. Dieses Magazin ist nur als Papier (kein Witz, ich hab's auch erst nicht geglaubt) an Kiosken erhältlich. Kioske sind Spätis, die … Weiterlesen Kiffen in Zeiten der Pandemie

Linkschleuderei vom 9. Mai 2022

Der Krieg, in den ihr gerade hineintaumelt, wird übrigens nicht arschgesalbt im Homeoffice stattfinden. tomdabassman Krise kann auch geil sein. Wladimir Wladimirowitsch Putin Moment. Ist Putin schon durch und muss ich jetzt Kliemann hassen? Und wenn ja: Welche Fahne hängt man da vom Balkon? Icke Vermisster Bloggercontent. Seit 2017 verstummt nun. So langsam glaube ich … Weiterlesen Linkschleuderei vom 9. Mai 2022

Ausweitung der Duz-Zone (2)

In meinem lustigen Kiez, dem Bioparadies aus handgemörserten Trockenaprikosenschnitzen, von gesichtsfurchigen Vierfachmüttern besungenem selbstfermentierten Achtelfettjoghurt und den Vogelscheuchenentextilien aus garantiert histamintolerantem Anbau, hat ein neuer fresher Bäcker aufgemacht. Neu + Fresh + Bäcker. Das ist eine Kombination, von der ich inzwischen Ausschlag bekomme. Weil ich weiß wie die sind. Und zwar so wie alle Bäcker, … Weiterlesen Ausweitung der Duz-Zone (2)

Die unerträgliche Simulation von Partizipation

„Wer nach dem Sinn des Lebens fragt“, sagte der Vorübergehende zu seiner Zeitgenossin, „zeigt im Spiegel dieser Frage, dass er das Leben als sinnlos empfindet und diese leicht objektivierbare Sinnlosigkeit nicht etwa als Chance, sondern als Qual und Problem betrachtet. Sonst käme so eine Frage niemals auf. Aber die Sinnlosigkeit ist kein Problem und schon gar … Weiterlesen Die unerträgliche Simulation von Partizipation

Hirnsudelei 04/22

„Im Widerspruch zur eigenen Vernunft zu leben ist der unerträglichste aller Zustände.“ Mark Twain Xavier Naidoo Muammar al-Gaddafi Leo Tolstoi Zack. Dat war's. Wir haben jetzt April und das Maßnahmenblei ist auf einmal weg. Aufgelöst. Ganz plötzlich und tschüss. Über ein halbes Jahr Beleidigungen, Ausgrenzungen, Demütigungen. Und vollkommen entzündete Menschen, die andere Menschen mit allen … Weiterlesen Hirnsudelei 04/22

Scheißdreck aus dem Warenregal (5)

Ich habe neuen Scheißdreck gekauft. Neohipstertee. Auf Empfehlung. Einer Eule aus dem Borgwürfel. Mark! Tee. Kucke kucke hier. Total gut. Popcorntee. Strawberry Cheesecake Tee. Blaubeermuffin. Mintbrownie. Crunchy Hazelnut Donut. Apfelkuchenpussy. Alles in Tee. Kaufe ich natürlich. Ich kaufe jeden Mist. Um zu wissen wie das ist, über das sie da reden. Und der Schlumpfhipsterteepuff hat … Weiterlesen Scheißdreck aus dem Warenregal (5)

Linkschleuderei vom 21. April 2022

Frage an Radio Eriwan: Ist das Feuer auf der Moskwa inzwischen gelöscht? Radio Eriwan: Im Prinzip Ja. (via Burks) Hallo, ich bin ein Journalist und ich erkläre euch jetzt, wieso 75k Euro Übergangsgeld für eine Politikerin angemessen sind und wie ihr kostengünstig und klimaneutral aus Kartoffelschalen und Steinen eine nahrhafte Suppe kocht. Quelle: Internet Neues aus … Weiterlesen Linkschleuderei vom 21. April 2022

Kanzeln, kanzeln, die Zettel müssen ab

Ich gehöre zu der altmodischen Sorte. Ich höre mir gern an, was Leute zu sagen haben. Und les' das auch gerne. Egal von wem. Egal wie bekloppt. Ich will das wissen. Je abstruser desto lustiger. Je heilig-ernsthafter desto lesenswerter. Je aufgeregter desto lol. Das geht nur immer seltener. Weil das außer mir kaum noch wer … Weiterlesen Kanzeln, kanzeln, die Zettel müssen ab

Scheißdreck aus dem Warenregal (4)

(gesehen, gelacht, Foto gemacht bei Rewe) hihihi. Dicke Eier. Penis! Boar, die haben sogar Pusteln. Oder Zysten. Ausschlag. Verschiedenfarbig. Wie kleine metastasierende Hautkrebszellen. Krebseier mithin. Breit streuend. Mega aggro. Herr Doktor. Wie viele Tage hab' ich noch? Drei. Dann Kiste. Uargh. Und davor schlurft schief ein verstrahlter rosa Hase, der aussieht wie ich Freitagnacht nach … Weiterlesen Scheißdreck aus dem Warenregal (4)

Was von Corona übrig blieb

Ihr habt unseren Pandemieplan nicht verstanden. Irgendwann kann sich das Virus die vielen und widersprüchlichen Maßnahmen nicht mehr alle merken und sucht sich einen unkomplizierteren Wirt. anonymer Kommentar irgendwo im Internet Ich mache ja viel. Ich habe jetzt zum Beispiel verhindert, dass es einen Freedom Day gibt, den hätten wir sonst letzten Sonntag gehabt. Propellerkarl … Weiterlesen Was von Corona übrig blieb

Linkschleuderei vom 31. März 2022

The best part about your opinion is ... it doesn't matter. Scott Kaum noch neue gute Blogs in den letzten Jahren. Zu wenige, während alte verwaisen oder wegsterben. Dafür immer mehr professionelle werbezugeschissene Blinkeblinkeportale, hinter denen zu offensichtlich Geld steckt oder in die Geld fließen soll oder es sind prekäre Polit- und Societyjournalisten, die als … Weiterlesen Linkschleuderei vom 31. März 2022

Hirnsudelei 03/22

Frühling auf dem Arnimplatz, dem Zentrum der Lifestyleschickeria meines Bezirks. Yoga neben Yoga neben Coaching neben Psychofritzen. Und natürlich Heilpraktiker*pingping*innen, bei deren Menge am Ort ich mich immer schon frage, wie sich ausgerechnet diese Gestalten ob der Horrormieten halten können. Doch das Wetter ist gut. Zwei Jungs klettern auf dem Denkmal der Nackten herum und … Weiterlesen Hirnsudelei 03/22

Junkshit aus der Industriehölle (14)

I've been obsessed by horror since my fucking birth and it's been only worse. [sic! sic! sic! siiiiiiiiiiiiiiiic!!!!,,,!!,,!,!!,!] Per Yngve Ohlin Sie erinnern sich an den letzten Tiefkühlpizzaghul? Diesen Rote Beete-Mutanten, keksig kackig aus dem Backofen gekeimt? Die nichtskönnenden Lebensmittelpanscher haben während des Coronastumpfsinns noch mehr Grütze in den Tiefkühler von Lidl genudelt. Sowas nennen … Weiterlesen Junkshit aus der Industriehölle (14)

Linkschleuderei vom 18. März 2022

Arbeitet da vielleicht auf übergeordneter Ebene doch jemand mit Entscheidungsbefugnis und einer Art Kompass, der sich gesagt hat: „Diese Generation hatte es bisher viel zu einfach, denen pack ich noch eine Pandemie und einen Krieg obendrauf, damit sie sich bewähren können“? Chris K. Vermisster Bloggercontent: Genuss ist Notwehr. Für mich seit vielen Jahren eine willkommene … Weiterlesen Linkschleuderei vom 18. März 2022

Ick wer‘ noch zun Fahrradnazi

Aus Gründen bütteliger Maßnahmen zur Eindämmung des Killervirus' kann ich momentan keine BVG fahren, weil es dazu eine Bratwurst oder ein Zertifikat einer dieser ekligen überfüllten Teststationen braucht, in denen hier in Berlin die Clans ihr Geld waschen, seit der Umsatz in den Wettbüros und Barbershops zu verebbt ist, um glaubhaft zu sein. Autofahren ist … Weiterlesen Ick wer‘ noch zun Fahrradnazi

The neighbor

Nothing brings you greater peace than minding your own damn business. Scott Ich stehe vor meiner Wohnungstüre und will sie aufschließen. "Hellooou!" (eine Frau. Lugt aus der Nachbarwohnung. Wer ist das? Und was will die?) "Huh?" "Are you the neighbor?" (verflucht, sie will Konversation machen. Und ich hab' noch Musik in einem Ohr, crap, muss … Weiterlesen The neighbor

Was ich nicht mehr hören kann (4)

1. Böhmermann schaltet sich ein Krise bei Springer. Böhmermann schaltet sich ein. DHL keilt gegen einen Kunden. Böhmermann schaltet sich ein. Genderwahn bei Audi. Böhmermann schaltet sich ein. Bernd Björn Bilbo Höcke lässt einen ekligen Furz fahren. Böhmermann schaltet sich ein. Mein linker kleiner Zeh eitert. Böhmermann schalala. Sich ein. Keine Ahnung, warum das immer … Weiterlesen Was ich nicht mehr hören kann (4)

Linkschleuderei vom 5. März 2022

Wenn Menschen keinen Sinn finden, zerstören sie sich selbst. Jung Jin-Su in Hellbound Manche haben ganz offensichtlich bis vor ein paar Tagen wieder einmal gedacht, wir hätten das Ende der Geschichte erreicht und der Status Quo würde jetzt so bleiben wie er ist, so dass sie sich fett alimentiert und geringinflationär von nullzinsigen Staatsanleihen gepampert … Weiterlesen Linkschleuderei vom 5. März 2022

Hirnsudelei 02/22

Berlin-Gesundbrunnen bei Nacht. Puteng hat dafür gesorgt, dass mich seit Tagen schon niemand mehr auf meine fehlende Impfung hingewiesen und mich diesbezüglich in ein Gespräch verwickelt hat. Immerhin etwas Positives an den letzten Tagen. Und Karl Lauterbach ist ernsthaft komplett von der Bildfläche verschwunden. Weg. Nix mehr zu hören von der Sirene. Sonst allgemeiner Panikmodus … Weiterlesen Hirnsudelei 02/22

Das vorpubertäre Kind (2)

"Papaaa, hier kuck mal das TikTok-Video." (fuck mann, boar nee, nich' schon wieder ein TikTok-Video. Jeden Tag zehn Stück von den Dingern muss ich mir vom kindlichen Smartphone aus reinziehen. Irgendwer tanzt was, macht nervende Kartenkniffs, Kopfstand, Handstand, Skateboardflips oder eine Entenfamilie läuft eine Promenade entlang, unterlegt von eklig positiver Idiotenmusik. Youtube für Arme. Oder … Weiterlesen Das vorpubertäre Kind (2)

Linkschleuderei vom 8. Februar 2022

Alles scheiße außer Murmelbahn. Schnipo Schranke Berlin Anfang Februar 2022. Irgendeine Endzeitsekte klebt sich bei Regen auf den städtischen Fahrbahnen fest, der Russe wurde vom Raumschiff Regierungsviertel wieder unbeirrt als Feind markiert und fahnenbewehrte Jusos feiern es, wenn behelmte Bullen am Rathaus Pankow einen Spaziergang voller cordhosentragender Vetteln und Opas einkesseln. Naja. Wenn das die … Weiterlesen Linkschleuderei vom 8. Februar 2022

Mein Prenzlauer Berg (10)

Es entspricht den Tatsachen, dass wir in Prenzlauer Berg tatsächlich noch Trinker haben. Einige sogar. Die meisten gammeln vor den Spätis herum, manche in Parks, einige aber auch auf attraktiven Sitzflächen vor den lustigen pastellfarbenen Altbauten. Und diese Trinker bekommen von den Zipfelmützen ihre eigenen passiv-aggressiven Ansprachen via Zettel wie jemand, der den Müll nicht … Weiterlesen Mein Prenzlauer Berg (10)

Linkschleuderei vom 18. Januar 2022

Lächerlich sind im Übrigen auch alte Männer auf zu lauten Motorrädern.  stancerbn Vermisster Bloggercontent: sammelnsammeln. Verstummt im November 2020. Das war, glaub' ich, einer der letzten Versprengten aus der alten Qypeblase, aus der damals, als sie ihre kostenlosen Contentkühe vergrault haben, krass viele Blogs entsprungen sind, von denen die meisten verglüht, verklungen, verwest oder verschwunden … Weiterlesen Linkschleuderei vom 18. Januar 2022

Milfs

Hihihi. Penis. (ist aber auch verlockend, den unteren Strich vom E wegzuknibbeln, ich verstehe das. Alleine schon deshalb lohnt es sich, bei den Typen einen Transporter zu mieten. Gefällt mir. Was? Naa. Ich werde nicht erwachsen. Nie. Nicht auch nur ein Mal. Kussi.)

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (47)

Ich find's gut, dass wieder mehr von ihnen unterwegs sind. Von den Honks. Immer neue. Geht einer weg, kommt ein anderer. Würde es nicht auf Dauer fad werden, könnte man inzwischen wieder jeden Tag über sie schreiben, einen ganzen Blog füllen mit ihnen, Bücherwände, Youtubekanäle zuscheißen mit ihnen und vor lauter Klickiklickgeld reich werden. The … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (47)

Linkschleuderei vom 12. Januar 2022

Schöner Slogan für 2022: Make Orwell fiction again. Die Links. Read this: Vice: Die Ampel muss Cannabis sofort legalisieren – alles andere wäre feige Alles richtig und doch wieder so eine übertriebene Menge dieser überflüssigen Dramaclownformulierungen, ohne die Journalismus nicht mehr zurecht kommt: "Welche dramatischen Folgen die Kriminalisierung von Cannabis ganz akut hat, kann man … Weiterlesen Linkschleuderei vom 12. Januar 2022

Das Kreisen der Aasgeier

"Guten Tag, wohnen Sie hier?" "Öhm, ja." "Haben Sie hier Eigentum?" "Nö, warum?" "Können Sie mir sagen, wie ich Ihren Vermieter erreiche?" (Ah. Daher weht der Wind. Ein Immobiliengeier. Der kaufen, kernsanieren und die Miete hochdrehen will, bis der nutzlose Wohnraumbesetzer endlich dorthin zieht, wo er hingehört: Nach Schwedt. Frankfurt/Oder. Słubice. Bydgoszcz. Archangelsk. Um die … Weiterlesen Das Kreisen der Aasgeier

Hirnsudelei 12/21

„Die Berliner Republik kanalisiert ihre Informationen über Hintergrundgespräche und Stammtische, über informelle Netzwerke, über Vereinbarungen zwischen einzelnen Politikern und einzelnen Verlagsgruppen. Der Traum vieler deutscher Journalisten scheint immer noch darin zu bestehen, eines Tages selbst Politiker, Pressesprecher oder Redenschreiber zu werden. Der Traum jedes britischen Journalisten besteht darin, einen nichtsnutzigen Politiker um seinen Job zu bringen.“ … Weiterlesen Hirnsudelei 12/21

Uckermark / 2021

Aber ich bin kein Wrack. Ich bin eine Havarie. Judith Holofernes Seit Corona bin ich oft in Brandenburg unterwegs. Das dritte Mal in diesem Jahr schon. Ich beginne Brandenburg nach all den Jahren des großberliner Spotts tatsächlich zu mögen und scheue das Buchen von weiter entfernten Zielen. Die Lage. Immer die nicht endende Lage. Die … Weiterlesen Uckermark / 2021

Linkschleuderei vom 18. Dezember 2021

Oh kucke, krass, Fotzenfritz hat mal was gerissen. Gulp. Mir scheißegal. Ich wollte einmal nur das Wort Fotzenfritz unterbringen, weil ich immer lachen muss, wenn ich das irgendwo lese. (unkurierbar schlichter Humor, sorry, not sorry.) Fotzenfritz. Fotzenfritz. Doppel-Fotzenfritz. Immer einmal mehr wie du. Haha. Contenance plz. Hier ist der postcoronale Pullergrindwasserstand: Die Laufrunden laufen immer … Weiterlesen Linkschleuderei vom 18. Dezember 2021

Mein Prenzlauer Berg (9)

Ach herrje, sowas haben wir immer wieder: Neu zugezogen und mit dem hiesigen Lokalkolorit nicht vertraut. Obwohl, zugezogen, vielleicht ja auch nicht, die bildungsferne Schreibweise von "Fahrraddieb" sieht mir sehr nach Berliner Abitur aus. Oder nach Braunschweiger Grundschule. Kann man schwer auseinanderhalten. Lieber legasthenischer Choleriker, sobald Sie Ihre verlorene Fassung wiedergefunden haben, habe ich wertvolle … Weiterlesen Mein Prenzlauer Berg (9)

Linkschleuderei vom 13. Dezember 2021

Mother, should I trust the government? Sina feat. Vienna D'Amato Hall (Pink Floyd-Cover) Postcoronaler Arschwasserstand: Geschmacks- und Geruchssinn sind wieder da. Die Reconquista war eine Angelegenheit von insgesamt drei Tagen. Erst ein Brückenkopf (Geschmacksrichtung Sauer), dann strategische Anhöhen (Salzig, Scharf), dann die volle Übernahme der Amtsgeschäfte. Torf ist jetzt wieder Torf und nicht mehr Nichts. … Weiterlesen Linkschleuderei vom 13. Dezember 2021

Infantilisierung 6.0

Liebe fleißige Support-Bären aus der Bärenhöhle. Es tut mir leid, ich kann das nicht ernst nehmen. Ich kann nicht. Ich stelle mir drei pausbäckige Mittzwanziger in wolligen Waschbärkostümen vor, die mit nutellaverschmiertem Mund in einem Hinterhofatelier von Berlin-Friedrichshain auf einem Spielteppich voller Bauklötze sitzen und Sachen sagen wie: "Bubu, Flauschi, hast du mein Nupsi aus … Weiterlesen Infantilisierung 6.0

Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (46)

Ich find's immer supertoll, wenn mich irgendwelche Menschen ansprechen. Oder anrufen. Oder anschreiben. (nein, Spaß, Alter, ich finde es immer supertoll, wenn Menschen wegbleiben. Ganz weit weg. Hinter den sieben Bergen beim Teufel. Und noch viel besser finde ich es, wenn sie mich auch von dort aus ganz weit weg nie ansprechen. Anrufen. Anschreiben. Weil … Weiterlesen Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Honk (46)

Linkschleuderei vom 5. Dezember 2021

Hetze (Subst., fem.) — Unscharf definierter Kampfbegriff zur Bezeichnung einer anderen Meinung als der eigenen. Lumières dans la nuit Coronaler Arschwasserstand: Sowohl Geschmacks- als auch Geruchssinn sind immer noch ungeil abwesend. Besonders deutlich wird das beim Ingwertest. Ich lege mir ein Stück geschälten Ingwer auf die Zunge. Normalerweise nicht auszuhalten. Jetzt: Nix. Brennt nur beim Runterschlucken. … Weiterlesen Linkschleuderei vom 5. Dezember 2021

Hurra, hurra, das Virus ist da (7)

Tag 7. Wenig Veränderung. Ich bilde mir ein, dass sich mein Gesamtzustand leicht bessert, aber das kann auch Einbildung sein. Besser kein Bier mehr aufmachen. Keine Experimente. Never change a running body. Immer noch nachts Fieberschübe, wenn auch nicht mehr so drastisch derilitär. Nochmal nasses Laken. Nasse Bettdecke. Tagsüber deutlich weniger Fieber jetzt, manchmal gar … Weiterlesen Hurra, hurra, das Virus ist da (7)

Hurra, hurra, das Virus ist da (6)

Tag 6. Komisch, dass ich die Pizza noch schmecken kann, die ich mir paypalbezahlt habe kommen lassen vom Pizzamann, den ich aus Fairnessgründen von weitem gewarnt habe: Vorsicht. Ich habe Corinna. Legen Sie die Pizza auf den Treppenabsatz. Ich rolle Ihnen das Trinkgeld rüber. Doch er wollte das Trinkgeld nicht, sondern flüchtete. Will wohl nicht … Weiterlesen Hurra, hurra, das Virus ist da (6)

Hurra, hurra, das Virus ist da (5)

Tag 5. Ich habe vor Langeweile nach Urnen gegoogelt. Mir meine Urnenfavoriten in die Lesezeichenleiste gespeichert. Schwarz natürlich. Dazu habe ich eruiert, wie man das ganze Beerdigen vorher regeln kann. Will ja dem Kind nicht auf der Tasche liegen. Eine Grabstelle braucht es wohl. Und Klimbim drumrum. Urnenträger. Einen Redner, der möglichst viel geschönten Blödsinn … Weiterlesen Hurra, hurra, das Virus ist da (5)

Hurra, hurra, das Virus ist da (4)

Tag 4. Die Nervenzersäger aus dem Borgwürfel überschlagen sich mit E-Mails, Anrufen, Text- und Sprachnachrichten. Ihr Tonfall klingt ausnahmslos so, als wäre ich bereits tot und sie kondolierten meinem Geist. Es regnet Mitleid und Trauerklebesoße in ganzen Sturzbächen nach Berlin-Prenzlauer Berg. Oh Gott Mark! Oh Gott Mark! Mein Gott Mark! Eine Gruppe Emissäre bittet mich … Weiterlesen Hurra, hurra, das Virus ist da (4)

Honks und Honks*innen

Ach. Kieke. Das ist lustig. Da gibt es Leute, die sich Sticker drucken lassen und mit denen dann durch den öffentlichen Raum gehen, um überall einen Hinweis auf ihre dysfunktionale Retortensprache anzubringen. Wie bitte? Amazon? Ausbeutung? Üble Schichten? Nicht zu leistende Routen bis abends halb neun? Nein, das zählt nicht. Juckt nicht. Interessiert keinen. Hauptsache … Weiterlesen Honks und Honks*innen

Gefällt mir nicht: Tulus Lotrek

Ich war wieder sternefressen, dieses Mal im Tulus Lotrek. Nähe Hasenheide im turbogentrifizierten Kreuzberger Graefekiez. Eigentlich kann man dort wirklich nicht mehr hingehen, aber egal, mir ist alles egal, ich will ja nur essen und hier heute auch nur wegen einer vor über vier Jahren abgespeicherten Empfehlung des immer noch derangiert daherkommenden Blogs von Frau … Weiterlesen Gefällt mir nicht: Tulus Lotrek

Hirnsudelei 10/21

Es wird Herbst. Das erkennen Sie in Berlin daran, dass die Laubbläsernazis durch die Gassen marodieren, um die Bevölkerung in den Wahnsinn zu treiben. Und bei Ihnen so? Gut? Schön. Geimpft auch? Brav. Bei mir? Mich haben sie gefickt. Kurzen Quickie mit Darmbesamung und dem hoffentlich letzten (Go Ampel Go!) sinnlosen BtmG-Verfahren meines Lebens. Wegen … Weiterlesen Hirnsudelei 10/21

Diemitz / 2021

Der Punk zeltet. Aber der Punk wird alt. Der Punk kann nicht mehr auf dem harten Boden pennen. Der Punk braucht jetzt eine Luftmatratze. Ach, die Wurzeln. Steine. Überhaupt der zu harte Boden. Geht nicht mehr. Wo bleibt die Gehhilfe? Ich bin schon zu lange kein Punk mehr. Auf dem Zeltplatz regieren die Spinnen. Riesige … Weiterlesen Diemitz / 2021

Rechtschraipunk ist Nazi

Im Lichte der Berliner Bildungsmisere beschwören Hammer-und-Sichel-Kommunisten in Berlin-Prenzlauer Berg in Spuckweite vom gar nicht mal mehr so prekären Wedding via Bürgersteig ganz alte Zeiten. Warum das "N" fehlt, kann ich nur spekulieren. Vielleicht ist dieser Buchstabe in diesen Kreisen inzwischen komplett verpönt und muss nicht nur weggepiepst, sondern darf gleich gar nicht erst geschrieben … Weiterlesen Rechtschraipunk ist Nazi

Scheißdreck aus dem Warenregal (3)

Sie verkaufen jetzt Kochzutaten auch in flüssiger Form. Basilikum. Rosmarin. Thymian. Chili. Und Knoblauch. Bio natürlich. Weil wichtig. Den Sinn davon verstehe ich nicht, probiere es aber trotzdem. Weil ich alles probiere, was der Markt an sinnlosen, überflüssigen, aber vor allem neuen Produkten so auf die tumbe Bevölkerung wirft. Es funktioniert. Erstes der Kauf und … Weiterlesen Scheißdreck aus dem Warenregal (3)

Velten / 2021

Weit habe ich es heuer nicht in den Urlaub geschafft. Denn ich buche nix mehr in Gegenden, in denen mir ein spontanpanisches Touristenverbot wieder die Laune verhageln könnte (also fast überall) und ich wieder einen gelangweilten Anwalt an den Start schicken muss, um meine Vorauszahlung zurück zu bekommen. Kein Bock mehr. Das machen wir anders. … Weiterlesen Velten / 2021

Boomboxarschgeburten

Ich weiß nicht, ob es an den Mondphasen liegt, an der Sternenkonstellation oder am Menstruationszyklus meiner Fleischwarenfachverkäuferin, aber es gibt Nächte, an denen eiern bis zu drei merkbefreite Arschgeburten mit voll aufgedrehten Boomboxen in der Hand oder auf den Rücken geschnallt durch meine Straße, die zumindest auf dem Stadtplan betrachtet vergleichsweise ruhig liegt. Ruhig war. … Weiterlesen Boomboxarschgeburten

Ausweitung der Duz-Zone

Börks. Ich war wieder im Bioladen. Ich kann ihnen nirgendwo mehr ausweichen, diesen Gentrifizierungsmetastasen. Nicht einmal in Treptow. Treptow. Allen Ernstes. Sie erobern jetzt schon feindliches Gelände. Streuen in den alten Siffbezirk. Ich meine hey, Treptow. Das war immer schon Molle. Schnaps. Säuferleber. Formschnitzel. Erdnussflips zum Frühstück. Mit Nusspli. Trolli-Gummibärchen. Und dem ersten Bier. Zum … Weiterlesen Ausweitung der Duz-Zone

Ich sehe Gesichter (2)

Neugierig. Aufgeschlossen. Grundsätzlich positiv. Absolut ungefährlich. Etwas naiv. Und ein bisschen doof. Glaubt gerne. Mit Geduld zu überzeugen. (Reihenhaus. Carport. Audi. Pullover mit V-Ausschnitt. Kleine Laube. Zwei Zucchinis im Hochbeet. Frau. Zwei Kinder. Postbankkonto. Eine Kreditkarte.) Ich sehe Gesichter (1)

Linkschleuderei vom 19. September 2021

Die Stärke eines Menschen bemisst sich nicht an seinem Vermögen, für andere zu funktionieren. Sie bemisst sich am Vermögen und der Bereitschaft, sich seine schwächsten und dunkelsten Seiten schonungslos anzuschauen, sie liebevoll in sich zu beheimaten und damit Frieden mit ihnen zu schließen. S. By the way, noch ne Frage: Wieso haben eigentlich so viele … Weiterlesen Linkschleuderei vom 19. September 2021

Die irre Schabracke von der Havelchaussee

When someone hurts me I want revenge, I want them in pain, I want them dead. Bodycount Es gibt einzelne Dinge des Konzepts der Scharia, denen ich phasenweise etwas abgewinnen kann. Dem Prinzip der Vergeltung zum Beispiel. Oder religiös gesprochen: Auge um Auge. Das haben Sie ja so auch in den westlich-christlichen Glaubenssätzen verankert, auch … Weiterlesen Die irre Schabracke von der Havelchaussee

Visagen (8)

Yeeeeh, hallo Millennials, ihr Nabel aller Weltzeiten, puh, so viel zu tun, so viel wie nie, vergessen Sie 1918. 1923. 1945. 1968. 1977. 1989. 2001. 2008. 2015. Nie. Mehr. Als. Heuer. Mega. Giga. Lambda. Cringe. Yolo. Bei den ganzen Visagen hier alle paar Meter als optische Zumutung an den Laternenpfählen klebend möchte ich gerne, bis … Weiterlesen Visagen (8)

Linkschleuderei vom 9. September 2021

Meinungen im öffentlichen Raum sollten einer strengen, umfassenden medialen und gesellschaftlichen Qualitätskontrolle standhalten. Die öffentliche Repräsentation von Meinungen muss nach Qualität erfolgen. Jan Böhmermann Wer ohnehin die wie eine Steuer aufs Wohnen erhobene Rundfunkabgabe erhält, ganz gleich, was gesendet wird, der braucht sich auch bei der Verhöhnung seiner Zuschauer und ihrer Intelligenz nicht in falscher … Weiterlesen Linkschleuderei vom 9. September 2021