Linkschleuderei vom 20. Juli 2022

63% der Deutschen bezweifeln, dass bei Umfragen immer 63% den Kurs der Regierung vertreten.

Deframing


Noch ist Juli. Der Sommer der Sommer. Im Thälmannpark kam mir ein übergewichtiger Jogger entgegen. Er biss, kämpfte, rackerte. Zu viel Fettmasse. Zu wenige Muskeln, um diese Fettmasse durch die Gegend zu wuchten. Er erinnerte mich sehr daran, wie ich angefangen habe. Genau so. Jedes Kilo Abwurf ein Sieg. Ich nickte ihm aufmunternd zu und merkte schon eine halbe Sekunde später, wie doof das Zunicken ist, denn er weiß ja gar nicht, wer ich mal war. Ich war auch mal einer, der froh war, wenn ihn niemand beim Joggen gesehen und ihm nicht auch noch zugenickt hat.

Was noch? Nix. 95 Follower hat dieser überflüssige Blogzombie jetzt. Fünf mehr als noch im Dezember, als ich das letzte Mal nachsah. Reicht jetzt auf jeden Fall. Zu viel Reichweite ist immer schlecht, zumindest wenn Sie es nicht mit einem bekloppten Buch, affigen Amazonlinks und stupiden Steady-, Patreon- oder Paypalknöpfchen auf das Geld anderer Leute abgesehen haben.

Die Links. Read this:

t-online: „Bald schon werden Rechnungen präsentiert“

Punktueller Realismus gegen das ständige Breitbandmoralisieren. Schön isses nich‘, aber es ist so.

M7: Deutsche ohne Gas!

Oh, das stimmt. Der Film ist noch nicht zu Ende. Und er hat noch gar nicht richtig angefangen. Kieke. Ein Landwirt sticht’s mal kurz an.

Doch Obacht bitte:

Handelsblatt: Bundesinnenministerin warnt vor radikalen Protesten wegen hoher Energiepreise

Wenn Sie gedacht haben, dass Sie dieses Mal einmal wenigstens nicht als Nazi hingestellt werden, wenn Sie gegen die Regierung protestieren, dann muss ich Sie enttäuschen: Sie sind einer. Bleiben Sie also bitte zuhause. (vgl. .tux)

Handelsblatt: Russischer Staatshaushalt erzielt trotz Sanktionen deutliches Plus

Wäre Politik Fußball, wäre dieses Eigentor das Tor des Jahres. Darf man das noch … darf man … das noch … ? Ja?

Derweil kurz zum demonstrativen Feudalismusauftritt, ich wollte eigentlich nicht, aber ich muss:

Stern: Die Lindner-Hochzeit – eine Mehrfach-Klischee-Kanone

Wenigstens mal eine Prise Humor. Mir fällt sonst echt nichts zu diesem Typen ein, das nicht justiziabel ist.

Forschung und Wissen: Junge Paare trennen sich oft bei beruflichem Misserfolg des Mannes

Yo. Wenn der Geldautomat kein Geld mehr ausspuckt, ist er kaputt und muss ausgetauscht werden. Ist doch klar. Verstehe das Problem nicht. (via Genderama)

Halt ma die Backen un’n mach ma Mucke, Digger:

DJ Robin x Schürze – Layla (Official Video)

Hallo? Frau Streisand? Ja. Doch. Sie haben’s wieder getan. Ja. Nee. Ich weiß es auch nicht. Jetzt singt es sogar das ganze Bierzelt. Autoscooter. Cabrio. Boombox mit Kiddies drumrum auf dem Arnswalder Platz. Bis zur Memeflut im Internet dazu. Alle. Lalala. Layla.

Lala.

La.

Und die Kirmes:

n-tv: Düsseldorfer Kirmes-DJ ignoriert „Layla“-Verbot

Lol. Muss man ihnen lassen. Eigentore können sie.

Aber mal echt: Wie krank. Wegen des debilen Klerus‘ mit seinem ausufernden Mullahmindset, der sich an so einem Scheiß verbeißt, wird jetzt das plakative Hören dieses Kirmeskacks für speckige Ballermannhackfressen mit Hilfigershirts ein Akt des Widerstands. Und ich lach‘ mich in den Orbit. Was sind die alle doof. Alle zusammen. Doofer denn je. Dieses ganze doofe Land. Clowns gegen Clowns gegen Clowns. Was ist da nur gerutscht inzwischen, dass sowas …

Wahlinfo-Passau: Culture Change Hub ––– TRIGGERWARNUNG: Der folgende Text könnte Sie nachhaltig traumatisieren!

Nee, ich hör‘ nich‘ auf. Streisand, bitches. Geiler Streisand, denn doof bleibt doof bleibt doof bleibt doof, und zwar alle, eat this:

rechtsanwalt markus kompa: Leyla – LOL-LOL-LOL-Leyla!

Lala lala. Lala la lala. Aber Vorsicht, wer da mitsingt, ist ein Erdogan, Trump, Kaczyński, Orban und natürlich ein Puteng. Sagt wer? Na der öffentliche Rundfunk. Wer sonst?

(ich sehe es kommen, das geht nicht mehr lange gut, diesen Winter wird ihnen ihre ganze intellekt-, hirn- und lebensbeleidigende Aktivistengülle gesammelt um die Ohren fliegen. Das ahnen sie lustigerweise selbst schon. Lesen Sie mal die verknusten Texte von denen. Die Durchhalteparolen. Das kleinlaut Gewordene statt des großfressig Trompetenden. Die wissen, was kommt. Aber hey, scheißegal, ob meine Bude kalt ist, Hauptsache dieser selbstbesoffene Klerus aus übergriffigen Gesellschafts- und Verhaltensmodellierern, der sich jetzt vor lauter Dekadenz an bescheuerten Schlagern abarbeitet, fährt nach all den bitterernsten Bleijahren voller totsubventioniertem Moralfisting endlich zur Hölle.)

Welt: Omikron-Variante „Centaurus“ gibt Virologen Anlass zur Sorge

Oh nein! Zentaurus! Zenturio! Zyklop! Lockdown!

Berliner Zeitung: Karl Lauterbach warnt vor Hitze-Toten: Der Deutsche Wetterdienst weiß von nichts

Propellerkarl sollte seine eigene Sitcom auf Prime kriegen. Ein wolfbrüllendes Naturtalent, dieser Mann. Sitcom. Prime. Wait … what?

Bleiben wir bei den Weirdos. Hier Brandneues vom Weltarzt:

Berliner Zeitung: Montgomery sollte sich mal am Riemen reißen

Pullover. Kuchen. Sylt. Mir doch egal.

Pi Pa Personalnot. Hier die kurze Durchsage von den Subventionstopfschnorrern:

Frankfurter Allgemeine: Produzentenallianz fordert Erhöhung des Rundfunkbeitrages

Kann das nicht kommentieren. Justiziabel.

Ruhrbarone: Uni Halle: Arbeitskreis Antifaschismus des Studierendenrat soll wegen kritischen Vorträgen zu Gendertheorie und Transaktivismus aufgelöst werden

Lala lalala la la Layla. Keine Ahnung. Rechts. Links. Oben. Unten. Was weiß ich. Kein Plan mehr. Keine Orientierung. Alles weggeblasen. Ich mache von meinem Recht auf Nichtwissen Gebrauch.

Mehr Schrägstes in diesen postfaktischen Zeiten:

Zeit Online: Magische Rituale: Kräuter und Kristallzauber

Ich finde es falsch, diese beeinträchtigten Leute wie in einer Freakshow in solchen Portraits auszustellen und somit der Lächerlichkeit preis zu geben. Man muss sie auch vor sich selbst schützen. (via Spassi)

Das Feuilleton:

Hirnfick 2.0: Mort.

😂

Publikum: Abschied von einem Stammkunden

Der Opa und die Hure. Schöner Nachruf.

Berliner Zeitung: Tödliche Trinkwette: Mann trinkt eine Flasche Jägermeister auf Ex und stirbt

Ein weniger schöner Nachruf auf den Darwin-Award-Gewinner des Monats.

Tanos Katzentisch…: Böse, böse, böse ,… böse,……. bööööse …. bÖÖÖÖse …! Böse, böse, böse ,… böse,……. bööööse …. bÖÖÖÖse …!

Und da isser wieder. In Form wie ganz früher.

Zugabe:

Tanos Katzentisch…: Jetzt erst recht…!

Lalalala Layla. Und ich krieg’s net aus’m Kopp.

Gastrocontent. Zuerst Abneigung. Ein sehr ärgerliches Lokal ist das völlig überbewertete Restaurant Hackescher Hof. Teuer, zweimal vertauschte Essen, für den Preis im Geschmack zu banal für das, was sie großspurig auf der Karte ankündigen. Am Ende sitzen Sie vergessen eine halbe Stunde vor sämtlichen leergefressenen Tellern und fragen sich, was die Scheiße soll. Ein Touristenpuff. In dem Einheimische nichts verloren haben, wenn sie hier nicht gerade wie ich Spesen verballern. Zum Abgewöhnen.

Dann habe ich endlich mal wieder chinesisch gegessen und zwar im Charlottenburger Tak Kee (Link geht zu einem Review davon, weil das Lokal aus irgendeinem Grund nur dieses seltsame Facebook anbietet). Ja, endlich wieder authentisch, wobei man das auch schon wieder nicht mehr sagen kann, weil alle Foodreviewportale das Wort „authentisch“ zu einem pechschwarz krossen Knusperknauser verbrannt haben („Ooooouuuuuuuuuuh!!! Awesooooome! This is soooooouuuuuh authentic!“). Sehr gutes Lokal, wenn auch mit klaren Schwächen bei den Vorspeisen. Die Wan Tan kommen zwar selbstgemacht daher, was ich so gut finde, dass ich über das Stück Knochen in der Füllung hinwegsehe, sind aber handwerklich schlecht frittiert, haben sich mit Fett vollgesaugt, was ein brackiges Gefühl hinterlässt und suppen mit ihrem Fett meinen Teller voll, so dass sich ein See bildet. Arm. Lassen Sie auch das Curry sein und nehmen Sie den Schweinebauch, wenn Sie es sich kalorieren- und haltungsmäßig leisten können. Der geht nicht besser.

Dann noch das Rezept. Gekocht habe ich Fischsuppe, die ich noch mit Muscheln, Calamari und Nordseekrabben gepimpt habe. Ich habe sie nicht acht Stunden köcheln lassen wie im Rezept, weil das bei einem Gericht zu 12 Uhr bedeutet, dass ich um 3 Uhr anfangen muss mit schnippeln. Dabei fall‘ ich da gerade besoffen ins Bett. Aber gutes Rezept für Einsteiger. Kocht sich quasi von selbst.

Blep. Mehr habsch net.