Linkschleuderei vom 30. Januar 2022

Who gives a fuck? No one hears, no one cares.

Eternal Sleep


Bei den App-Entwicklern von WordPress arbeitet ein Sadist, der alle paar Monate die Buttons anders drapiert. Warum? Keine Ahnung. Einfach so. Was weiß ich was den reitet. Es ergibt keinen Sinn. Sieht nur anders aus und verwirrt für Wochen. Und sobald man sich dann an die neue Anordnung gewöhnt hat, ändert er sie wieder und das Spiel geht von vorne los. Andere Probleme? Nein, hab‘ ich nicht.

Doch. Wo ist dieser Scholz? Lebt der noch? Gibt’s den überhaupt? Kommt mir vor wie dieser ominöse Biden, den es auch geben soll, aber von dem ich auch nichts höre. Dröhnende Stille. Was ist da los? Gibt’s den Scholz wirklich nicht oder versucht der nur zu merkeln?

Die Links. Read this:

Zeitenwechsel: Serdar Somuncu: Die Regierung hat jetzt schon versagt

Da hat wieder einer einen Text von Serdar Somuncu aus Facebook evakuiert. Was für eine Verschwendung, dass der Mann sein Zeug dort dumpt.

Die Strafe für dergestaltige Fahrlässigkeit folgt aber inzwischen schnell:

Aber das alles spielt eh keine Rolle, scheiß drauf was irgendwer schreibt, der ganze Diskurs in diesem unendlich gestörten Land ist so vergiftet von Agenturfakes, False Flag-Mist, nervenkranken Twitterblockkönigen, selbstherrlichen Politzwergen und skurrilsten Kanälen voll konstruierter Infowargrütze aus inzwischen allen beteiligten Richtungen, dass bald egal ist, was am Ende hinten raus kommt. Es ist nur noch Lärm.

Auch die büttelstaatlichen Autoritäten sind, was die Äußerung von Kritik angeht, arg dünnhäutig geworden:

via Hirnfick 2.0

Aber gut, das ist Sachsen. Sachsen ist in Fragen der Meinungsdelikte das neue Bayern. Löschungen. Sperrungen. Blocklisten. Gefährderansprachen. Platzverweise. Hat hier jemand China … also … echt … China?

Deeper:

PPQ: Gefährderansprache: Ende der Nachsicht

Au mann, das glaubt uns doch kein Mensch, wenn wir das irgendwann im Ausland am Strand bei einem Caipi irgendwem erzählen.

n-tv: Polizei verbietet erneut Corona-Demonstration

Und dann beschwerden die sich wieder, wenn wegen Sinnlosigkeit niemand mehr irgendwas anmeldet, sondern unangemeldet spazierganggeht. Wie man’s macht …

Quintessenz: Jeder Protest gegen ihre Maßnahmen ist wie Autobahn. Geht nicht. Also bitte sein lassen. Nicht mehr machen. Zuhause bleiben.

Symbolbild (Alexanderplatz April 2020)

RND: „Omikron-Sturm überstanden“: Irland hebt fast alle Corona-Maßnahmen auf

Perestroika. Aber in Irland.

Und Dänemark. Und England.

Meanwhile in Germany:

Deutscher Bundestag: Vereinbarte Debatte zur Sars-CoV-2-Impfpflicht

Das ist witzig. Eine Plenardebatte, zu der die Gegner des Vorhabens wegen 2Gplus keinen Zutritt zum Rednerpult haben. Au mann, das glaubt uns doch kein Mensch, wenn wir das irgendwann … Ausland … Strand … Caipi …

Mehr Elfenbeintürme:

Welt: Genesenenstatus im Bundestag gilt weiterhin für sechs Monate

Kuchen, ihr da unten, fresst doch Kuchen. Gruß, eure Bonzen.

Verfassungsblog: Allgemeine Impfpflicht – ein kleiner Piks, ein großes verfassungsrechtliches Problem

Mmh. Es ist vielleicht doch nicht ganz unrealistisch, dass ich es wirklich aussitzen kann.

Polemica: S-Woche: Kipppunkt

Wir können uns im Moment vielleicht sogar ganz entspannt zurücklehnen und den Perestroikadominos beim Fallen zuschauen. Auch wenn dieses Land natürlich das vorletzte Land (Österreich, Sie wissen schon… ) sein wird, das sich endlich locker machen wird. Bis dahin bleiben wir halt eingegraben. Loslassen. Zuschauen. Zufrieden sein. Weniger ist mehr.

Add-On:

TWASBO Magazin: Unwellness (Schluss): Adieu, Corinna!

Das letzte Kapitel dieser sehr schönen Reihe, die mich – ja, nochmal – so gut durch diese Irrenhauszeit gebracht hat. Danke dafür. Wir müssen noch ein Best of Irrenhaus machen. Abgesperrte Schaukeln. Hygienepolizeilich aufgelöste Kindergeburtstage. Bayerisches Bücherleseverbot auf Bänken. Wellenbrecherlockdown. Alkoholverbot. Ausgangssperren. Maskierte Hypochonder alleine im Auto. Aaabstandbrüller. Büttel mit Metermaß. Verweilverbote. Grundgesetzfeinde mit Grundgesetz in der Hand. Glühweinstandverbrecher. Hubschrauber, die terroristische Eislaufnazis vom Müggelsee wehen. Schlittenfahrende Schwerverbrecherkinder auf dem Teufelsberg. Die scheiß Bundeswehr in Schutzanzügen in meinem Treppenhaus. Verfassungschützende Gummiparagraphen. Reigen über Reigen. Eine neue Runde, immer eine neue Wahnsinnsfahrt.

Und dann war da noch ein journalistischer Nervenzusammenbruch für zwischendurch. Sterbener Schwan in sieben, acht, nein, neun Tweets. Wegen eines – ja, doch, mehr nicht – positiven Coronatests.

Seufz. Diese jetzt auch langsam alt werdenden und so traurig anzusehen in ihrer Empörungsschleife steckengebliebenen NachwuchsJournalistinnen lesen sich zunehmens wie damals in der Grundschule, als man noch verzogene Gören zu welchen mit derlei affektierten Dramaauftritten sagte. Bodenwälzer. Tischtrommler. Klappeweitaufreißer. Künstlichetränenheuler. Mäppchen-in-die-Ecke-Werfer. Ich stelle mir diese formell erwachsenen Leute immer in echt vor, wie sie rotgesichtig durch den Raum keifen, getrocknete Spucke am Mundwinkel, verzerrte Visage, fingerfuchtelnd. Überfordert mit jedem Unbill. Fährt da vor Ihren Augen auch ein Film ab?

(ich hau‘ mich weg ist das großartig. Und abstoßend. Quasi das Äquivalent zu den nicht minder peinlichen Karens aus anderem Kontext. Meine Güte, die Leute, was glauben die nur immer, wie sie auf Unbeteiligte wirken …?)

Mehr davon? Ja komm, hier: Michael reacts to women freaking out in cars.

Stimmung.

Wenn Sie noch mehr davon wollen (und ertragen können), ist ganz YouTube voll mit Clips voller kernschmelzender Politaktivisten, rassistischer Karens und anderen Autobrüllerinnen, die ihr Gesicht direkt in die Kamera verlieren. Mir persönlich reicht’s jetzt, aber hey, wenn Sie wollen, suchen Sie einfach nach Meltdown oder Freakout plus Karen oder Liberals oder Feminist. Clips über Clips von Bekloppten und Bescheuerten, deren Bekloppt- und Bescheuertheit zusammen mit ihrem Antlitz jetzt für immer ins Internet eingebrannt ist, von wo aus andere lustvoll ganze 10- bis 20-minütige Compilations aus Zusammenbrüchen und Hysterie zusammenbasteln, die ich mir dann reinziehe. Au mann…

Wie kam ich drauf? Ach so ja, deutsches Twitter wieder. Same same. Nur als Kurztext. In Serie verlorene Nerven. Mir wär’s ja peinlich, aber gut …

Ins Ausland:

Berlin Story News: Afghanistan unter den Taliban

Den Spin hat wohl so niemand erwartet.

Mehr Ausland:

Sinnlos reisen: Unbekanntes Spanien

5-Minuten-Blog: DER SPIEGEL – Die Putin Titelbilder

Oh, kucke, die Hamburger Transatlantiktröte. Und Putin sieht wieder aus wie Großadmiral Dönitz auf einem Kanonenboot.

Und das kommt unterm Strich bei raus:

Spiegel: Zeitschriftenverleger dringen auf rasche staatliche Presseförderung

Ist das ein Scherz? Sind die nur deshalb so devot und zahnlos geworden? Wegen Geld? Echt jetzt?

Hier. Eine seriösere Quelle als dieser komische Spiegel:

Horst Schulte: Medien: Geld vom Staat?

Goethe Institut: So gehört das, so muss das sein

Ordnung. (via Männer unter sich)

Erinnerung-trifft-Sehnsucht: No fucks given

Word.

Spiegel: Tschechischer Millionär fährt 417 km/h auf der A2

Geil. Hier das Video. (via Der Tropfen am Eimer)

Förster & Kreuz: Stürme im Leben machen keine Unordnung – sie räumen auf

Klug. Deshalb sind Safe Spaces auch nur angesagt, wenn draußen ein Hurrican tobt, der Sie in Fetzen reißen würde. Was selten genug ist. Ansonsten gilt, Mensch, härte dich ab. Hör auf zu flennen. Wachse dran. Meine Güte, Binse… (via Dirks Logbuch)

musikexpress: Jan Müllers „Reflektor“-Kolumne, Folge 8: Wie sich Yanka zwischen Anhedonie und Wut bewegte

Ach Yanka … (seufz). Als die starb, war ich noch ganz klein und wusste nicht, dass es sie gibt. Ich habe sie erst vor ein paar Jahren entdeckt. Zu früh oder unter seltsamen Umständen Gestorbene faszinieren mich Morbiden sofort und so auch sie. Ich mag ihre Musik, auch wenn es sehr viel Mühe macht, sich die Stücke von ihr, die sie nie einen Durchbruch hatte, sondern halt dummerweise kurz nach der Sowjetwende starb (lesen Sie selbst bei Wikipedia, ich hab‘ keinen Bock das widerzukäuen), im Internet zusammen zu suchen. Ein paar Schnipsel bei Bandcamp, einiges von YouTube via zwielichtiger popupzugeschissener Anbieter extrahieren lassen und verstreute mp3s von irgendwelchen komischen, nicht weniger popupverseuchten russischen Servern runterladen, die inzwischen auch nicht mehr erreichbar sind. Klar, und Amazon vertickt teuer rare CDs von ihr, was mir nicht hilft, weil ich keinen CD-Player mehr habe. Seit fünfzehn Jahren schon nicht mehr. Ach Yanka. Schöne Musik. Schön, dass sich noch jemand erinnert. Es grüßt der Typ mit der Gänsehaut, wenn die singt.

Ach komm‘, so viel Gefühl halte ich nicht aus, fürchterlich, kommen wir zur Erdung schnell zur üblichen Scheiße, aus Berlin natürlich:

Raptastisch: Eskalation – Boxkampf mit Arafat Abou-Chaker gerät aus dem Ruder

„Die Aufnahmen werfen aktuell noch einige Fragen auf.“ Naja, einige Fragen … ich habe aktuell nur eine: Was stimmt mit euch nicht?

Na gut, ich kann das musikalisch nicht so enden lassen, etwas Niveau bitte:

Hirnfick 2.0: Früher war alles musikalischer.

Ja. Genau. So. Was der Punkt in der Überschrift soll, weiß ich jetzt auch nicht, aber egal, wir haben alle unsere Macken, es gibt nix, was es nicht gibt. Blogger halt. Die letzten Irren mit Swag.

Yay, ich kann doch noch ein Gastronomiereview machen, wenn auch nur für einen Döner aus dem Fensterverkauf, weil ich im Moment nirgendwo rein darf. Hier:

Dass der übelste Döner des noch jungen Jahres mir ausgerechnet in Wedding unterkam, macht mich ratlos. Er hat auch noch den bescheuertsten Namen der Welt: Weisse Kebab Haus. Kann ich Ihnen nicht erklären, den Namen. Versteh ick nich, aber vielleicht schlägt die zernudelte Berliner Bildungsmisere nun mit Verzögerung voll auf die Gastronomie durch. Kann ja sein. Aber egal, denn der Döner ist fürchterlich. Entsetzlich. Zum Abgewöhnen. Das Brot klebt mir am siffigen Papier fest, wonach es zerreißt, als ich es abpolken will, und seinen Inhalt im schäbigen kleinen Park der Grüntaler Straße verteilt. Aber das macht nix, denn dieser Inhalt schmeckt sowieso nicht. Fades, kaum gewürztes Fleisch zu viel neutraler Soße, die mir zu den Seiten rausquillt und das Brot am Ende komplett auflöst sowie Unmengen an Chilipulver auf zu wenigem Gemüse. Ein sinnloses Essen. Gehen Sie ein paar Meter weiter zu Bahar Ecke Prinzenallee. Welten, sag‘ ich Ihnen, Welten. Nee, wie immer, da nich‘ für.

Dann habe ich Chow Mein-Nudeln zubereitet. Sehr geil und alle Zutaten kriegen Sie in jedem Asialaden, inklusive der richtigen Woknudeln dafür. Ich habe es schärfer gemacht, weil das schön zeckt. Ein gutes Rezept. Problemlos auch von Hühnchen auf Garnelen umzuswitchen, wenn Ihnen Hühnchen aus den Ohren rauskommt.

Dazu passt als Sidekick Gurkensalat mit Granatapfelkernen und Koriander. Weil’s halt nicht immer Dill sein muss.

Punkt soweit. Nee, mehr war nich‘.