Hirnsudelei 10/21

Es wird Herbst. Das erkennen Sie in Berlin daran, dass die Laubbläsernazis durch die Gassen marodieren, um die Bevölkerung in den Wahnsinn zu treiben.

Und bei Ihnen so?

Gut? Schön. Geimpft auch? Brav.

Bei mir? Mich haben sie gefickt. Kurzen Quickie mit Darmbesamung und dem hoffentlich letzten (Go Ampel Go!) sinnlosen BTMG-Verfahren meines Lebens. Wegen des Weedtaxis, aus dem ich mit Hulkberry und Dutch Kush in der Tasche kam. Lalü. Zivistreife. Die gesehen hat, wie ich ein- und um die Ecke gleich wieder ausstieg. Glückwunsch. Einmal die Papiere bitte. Ehrlich mal. Dass den Bullen das nicht zu blöd ist. Anhalten. Aussteigen. Moralpredigt. Paragraphenbeten. Zeug wegnehmen. Anzeige schreiben. Und irgendeine überlastete Staatsanwältin mit Doppelnamen stellt das Ding dann ein paar Monate später ein. Ohne dass was nachkommt. Oder hängenbleibt. Oder ich überhaupt einen Anwalt nehmen muss. Wie immer. Hallo Ampel. Macht dem Blödsinn jetzt endlich mal ein Ende. Und nach Cannabis bitte auch Coca legalisieren. Ja? Danke.

Ach ja, dem Anlass angemessen hier wieder ein wenig Musik: Eins, Zwei, Drei. Das war ein Hunni, ihr Bastarde.

Im Ernst, jetzt folgt der nüchterne Teil ohne die übliche billige Polemik vom Idiotenbloggergrabbeltisch: Ich und ein paar andere verstrahlte Matschbirnenkiffer meiner Umlaufbahn freuen uns wirklich sehr auf die überfällige Legalisierung von Cannabis, die, seit eine Ampelkoalition wahrscheinlich ist, in solch greifbare Nähe gerückt ist, dass wir auf unseren Sofas schon ganz hibbelig werden und von großen Läden mit Vitrinen und Regalen fantasieren, in denen wir aus 50 verschiedenen Sorten Blütenpollenträumen auswählen können – und aus Limonaden, Kuchen, Keksen, Brotaufstrichen, Drops und Kaubonbons. Statt abends von einem zwielichtigen Russen in einem Hohenschönhauser Park halbgares Gras zweifelhafter Herkunft zu kaufen. Oder das Weedtaxi vor die Haustüre zu bestellen, um von einer gelangweilten Bullenstreife hochgenommen zu werden als wäre ich wieder 15.

Gruß nach Luxemburg an der Stelle. Mach‘ doch auch mal, Deutschland. Sei bitte einmal cool. Nur einmal. Danach kannst deinen Moralhanselbiederernstgängelblockwartfetisch in welcher Couleur auch immer weiterfahren. Mir egal. Ich will dich nur weggkiffen und die Konstellation für das Anliegen ist so gut wie niemals vorher. FDP und Grüne wollen die Legalisierung und haben die bräsige SPD in Geiselhaft. Jetzt oder nie. Jetzt legalize it doch endlich. Wann sonst? Meine Güte, dass sowas hier immer so zäh sein muss.

Auf jeden Fall ist wohl die Zeit der peinlichen Antidrogentorte aus Bayern gezählt. Von deren Warte aus kann es nur besser werden. Aber hey, sie zucken noch, die alten neuen Neokons, kucken Sie mal, was der Reitschuster dazu schreiben lässt: Die Ampel will kiffen – Mediziner fürchten schlimme Psychosen. Eins! Eins! Hundertelf! Kommen die wieder mit den roten Socken Psychosen. Sorry, den schlimmen (!) Psychosen.

Und hier sehen Sie endlich mal ganz deutlich, sehr offen und unmissverständlich, welcher alte hässliche Politmodder aus der Gruft hinter den ganzen neuen coolen, flockigen, hippen Neokonportalen steckt, den Sie sonst so gar nicht sehen. Sie denken, die sind cool? Hip? Fresh? Was Neues? Gefehlt. Arg weit. Es ist der alte eklige Mist der Kohls, der Kochs, der Kanthers, der Schönbohms. Nur neu angemalt. Und auf Krawall (Klick Klick – Klicks!) gebürstet. Na klar, Psychosen. Kiffen macht Psychosen. Massenpsychosen bestimmt. Meine Güte. Drunter ging’s wohl nicht.

Und aus der Gruft der faz der traurige Gipfel: Cannabis ist Gift. Dünn wie amerikanisches Bier. Kein Argument. Zwei lausige Absätze Nullsubstanz. Wenn das vom Gegner übrig ist, ist mir nicht bang. Go Ampel go. Komm. Knips es ein. Die Abwehr von denen kann nix.

Am Ende der wieder mal unnötigen und wenig zielführenden Politgrütze, die sowieso keinen Einfluss auf irgendwas hat, hier ein Wahlplakatnachbrenner:

Krass, wohoo, da gibt es eine Partei, die Sicherheit und Sauberkeit in Berlin fordert. In Berlin, der dreckigsten Stadt der Republik und ungekrönten Königin der Tageswohnungseinbrüche, Abstechereien und Gruppenvergewaltigungen. Ja, die Opposition macht es sich immer einfach mit solchen Forderungen an die Regierung. Die Opposition. Die hat gut reden. Echt mal. Wer fordert denn sowas? Wer denn?

Oh. Kucke. Die SPD. Die seit 20 Jahren diese Stadt regiert. Fordert im Wahlkampf Sicherheit und Sauberkeit. Von sich selbst. Das ist lustig. In der freien Wirtschaft (also dem Bereich, der der SPD so fremd wie ein tasmanischer Beutelwolf ist) würde sich das Insichgeschäft nennen. Eine Forderung der Regierungspartei an die Regierungspartei, doch mal die Stadt ein wenig sicherer und sauberer zu machen. Das ist wie wenn ich mir als Kaffeetassenproduzent selber Kaffeetassen verkaufen würde, um meinen Umsatz in die Höhe zu schrauben. Aber nein. Nicht zum Heulen. Es ist nur die SPD. Witzig. Irrwitzig. Der Komiker der Nation. Mit der doktorarbeitenden Zitatefrau und dem CumEx-Rockstar an ihren Spitzen. Und ich fühle mich wie in einem Paralleluniversum. Einer ewigen Satiresendung. Von Raum, Zeit und allen Geistern verlassen. Wie in einer überdrehten Trumanshow, die wissen will, wann alles so absurd wird, dass der Delinquent endlich verrückt wird. Ich habe vom Kiffen bestimmt auch schon eine Psychose und diese ganzen Typen wie Giffey und Scholz und dieser Minion namens Laschet, die gibt’s alle gar nicht, denn ich lache nur irre in einem Raum vor mich hin, der wie mein Wohnzimmer aussieht, aber in Wahrheit eine Gummizelle ist, und das ist okay, alles ist okay, man muss das Elend weglachen. Sonst fängt man hier wieder mit Ritzen an und das will ja keiner.

Drop the drama. Weg von dem Elend. Kommen wir zum Borgwürfelshit des Monats: Die perversen Personaler aus der Teppichetage haben eine Rundmail zum Thema Impfen mit Antwortbuttons in die Runde geschissen und alle sollen antworten. Folgende Antwortoptionen gibt es:

1. Ich bin vollständig geimpft.

2. Ich habe die erste Impfung.

3. Ich bin nicht geimpft, möchte mich aber impfen lassen.

4. Ich bin nicht geimpft und möchte mich nicht impfen lassen.

Riechen Sie das? Es riecht so … nach … Showdown. Brechstange. Separierung. Hochdruck. Was? Dystopie? Datenschutz? Übergriffigkeit? Halten Sie den Mund. Das ist Nazisprech.

Lustiger Contentcrap des Monats. Irgendein Chinese hat sich meine alte URL pestarzt.blog gesichert und will 5.000 Dollar dafür haben. Na? Bock? Hier, kaufen Sie und machen Sie ein idiotisches Blog draus. Gar nicht so schwer. Ich kann’s ja auch.

Gimmick des Monats: Ich habe mir Anussticker bestellt. Also Aufkleber, auf denen eine Rosette drauf ist. Verschiedene Sorten Rosetten. 250 Stück für nen Zwanni. Kann man überall hinkleben. Im Borgwürfel in den Fahrstuhl. Dem Wahlkreisbüro der grünen Vetteln an die Tür. Parshipwerbung. Meiner Chefin ans Auto. Fantasie. Grenzen. Keine.

Wenn Sie also in Berlin irgendwo einen solchen Sticker sehen, dann ist die Chance groß, dass ich das war. Und wenn die 250 Stück alle sind, bestell‘ ich die Dinger neu. Denn der Verwendung sind hier in der Zentrale der Bekloppten, des Irrsinns und ewiger Heimstatt der Schlümpfe keine Grenzen gesetzt. Es gibt keinen besseren Ort für Rosettensticker als hier.

Nein, ich werde nie erwachsen. Nie. Hier, Penisse:

Hihi.

Nadsi des Monats: Die KI. Warum? Keine Ahnung, ich schaue das nicht, ich lese bei den öffentlich-rechtlichen Gesinnungsschlümpfen nur noch die Überschriften, um kurz zu lachen und dann XHamster aufzumachen, um kränkeren Shit zu schauen als den von denen. Einen Typen, der sich Ingwer in den Arsch schiebt. An den Socken seiner Freundin schnüffelt. Oder in seine eigene Spaghetti Carbonara ejakuliert. Mir fällt nichts mehr dazu ein. Weil wir gerade multimedial in eine ganz komische Zielgerade der Absurdität eintreten, nach der es gar keine Steigerung mehr geben kann. Nazis. Alles Nazis. Überall Nazis. Und ich gar nicht mehr weiß, wie ich das alles kommentieren soll. Könnte ich einen Anussticker auf Websites kleben, würde ich es tun. (via)

Auch Nadsi: Wandern und Outdoor-Aktivitäten. Warum? Nochmal: Weiß ich nicht. Les‘ ich auch nicht. Ist nur Aufmerksamkeitsökonomie.

Und hatten wir Toast Hawaii schon? Nein? Nicht mehr essen bitte. Ist auch Nadsi. (nicht weniger via)

Und hier das Wokewort des Monats der woken Bubble, die man nicht mehr woke nennen darf, weil Wokenennen jetzt auch Nadsi ist: Desinfektionsspenderin. Kein Witz, hier:

Cut. Der zweite volle Monat auf einem Berliner Gymnasium ist vorbei und ich habe gelernt, dass Berlin einen ganz speziellen Weg zur Leistungsmessung geht. Kinder, die bereits Englisch können, bekommen in der selben Klassenarbeit mehr Fehler angerechnet als diejenigen, die neu damit angefangen haben. Den Anfängern wird ein Teil der Fehler halt nicht angerechnet, weil sie es ja neu lernen.

In den Arsch gekniffen ist mein Kind, mit dem ich seit der ersten Klasse Englisch lerne und oft spreche. Es gab die Note 2 für zwei Fehler. Wie für fast alle der Anfänger, die sechs Fehler für die Note 2 machen durften, von denen vier nicht angerechnet wurden. Versteh’n Sie das? Icke nich‘. Ehrlich. Kapier‘ ick nich’…

Ich habe beim Elterngespräch zuerst die Frage gestellt, was das soll, und als sie mir das nicht vernünftig erklären konnten („ööööh, ja, ich gebe das mal weiter, wir besprechen das dann intern nochmal…“) gefragt, ob sie das beim Sportunterricht so weiterführen wollen. Wer nicht gerne Sport macht und deshalb vom Barren fallen oder am Bock kleben bleiben würde, der bekommt halt eine 2 für einen halben Purzelbaum, genauso wie der Leistungssportler, der seit Jahren trainiert, aber leider die 1-Stunden-Marke für den Halbmarathon nicht geschafft hat, der Volldepp …

… worauf die Kindsmutter entschied, dass ich künftig wegen Unsachlichkeit besser nicht mehr mit zu einem Elterngespräch solle, bevor sie mich wieder wie früher mit 15 des Klassenraums verweisen. Wenig konstruktiv. Wie oft. Höre ich seit ich auf der Welt bin: Das war wenig konstruktiv, Mark. Geh‘ mal raus.

(Stimmt ja auch. Konstruktiv kann ich nicht. Weil mir bei konstruktiv schnell langweilig wird.)

Ich habe dem Kind aber geraten, sich in Zukunft dümmer zu stellen als es ist und nie mehr zu sagen, dass es irgendwas kann. Dann werden die Noten besser. Weil hier Berlin ist und es schlecht ist, wenn man hier irgendwas kann.

Das Kind rutscht derweil leistungsmäßig überall außer in Englisch ab. Zügig. Vom Klassenbesten sukzessive ins untere Mittelfeld, während der Lehrkörper sich beeilt zu unterstreichen, dass das nichts mit Corona und der damit verbundenen verkrüppelten Schulbildung der letzten anderthalb Jahre zu tun hat:

„Das hat aber nichts mit Corona zu tun.“

„Das hat auf jeden Fall was mit Corona zu tun.“

„Nein, das hat nichts mit Corona zu tun.“

„Warum nicht?“

„Weil das nichts mit Corona zu tun hat. Ihr Kind hat Anpassungsprobleme.“

„Das Kind war vor Corona leistungsmäßig an der Spitze und ist jetzt im unteren Mittelfeld. Das einzige, das dazwischen war, war Corona. Da können Sie mir nicht einfach sagen, dass das nichts damit zu tun hat.“

„Das hat aber nichts mit Corona zu tun.“

Kommunikation 2021. Die Realität ist so wie sie sagen dass sie ist.

Derweil sorge ich mich, dass das Kind den gleichen Werdegang aufs Parkett legen wird wie ich. Zu Beginn der Pubertät abrutscht aus egalem Grund. Und sie dann draufhauen. Wonach das Kind rebelliert. Sie noch mehr draufhauen. Und das Kind schließlich sabotiert. Worauf Sanktionen folgen. Die Komplettblockade. Abtauchen. Wegbleiben. Aufgreifen. Von der Polizei nach Hause gebracht werden. Erstes Gerichtsverfahren mit 15. Schulverweis. Sackgasse. Endstation. Das war ich. Und deswegen sehe ich auch die ersten Anzeichen, die niemand sonst sieht, weil ich sehr genau darauf achte, was ich wohl erbcharakterlich weitergegeben habe: Das Flackern in den Augen. Die ersten Zünglein der Rebellion. Aufbegehren. Der Widerwille. Bockigkeit sicher. Glutaugen aus mangelnder Impulskontrolle. Der Hang zur unbedingten Konsequenz. Sieg oder Untergang. Wie jetzt? Sie ficken mich? Auf keinsten. Sollen sie mal sehen was sie davon haben. Ich fick‘ die.

(Ach Kind, das führt nirgendwohin, nur wie sag‘ ich dir das…)

Ich muss das gut im Auge behalten. Ich möchte nicht, dass das Kind das tut was ich tat. Weil es hart schief gehen kann. Und ich nur unverschämtes, völlig unverdientes Glück hatte. Andere, die das so gemacht haben, sind untergegangen.

Kurzknackiger Konsumshit: Ich war seit langem mal wieder in den drolligen Schönhauser Allee Arcaden, diesem langweiligen Einkaufszentrum bei uns hier in Prenzlauer Berg. Ich wollte eine Jacke kaufen, aber für Männer gab es wie immer nur unanziehbare Scheiße. Irgendwo in einer Ecke versteckt. Weit hinter den ganzen Frauensachen. Entweder Durchschnittliches gnadenlos überteuert oder billiger Müll, der sich nach zwei Mal Waschen verformt. Egal. Aber was mir auffiel: Der Leerstand. Das hatten die früher nicht. Früher wollte da jeder rein. Da war nie was leer. Jetzt sechs, ich meine sogar sieben sieche Slots: Verrammelt. Und nicht mal mit Ankündigung: Hallo hey, hier kommt bald was, sondern nein, gar nichts, einfach nur verrammelt. Was ist da los? Verpasse ich was? Den Abschwung? Crash? Oder wenigstens den endgültigen Tod des stationären Einzelhandels? Interpretieren Sie.

Dann noch ein mitgehörter Dialog in einem Supermarkt von Berlin-Prenzlauer Berg: „Heh Schatz, du hast Mongo statt Mango auf die Einkaufsliste geschrieben.“ „Mann, Alex, nicht so laut, Mann, musst du das hier so brüllen…“

Meine Nerven, diese Leute immer …

Finanznixblickercontent: Ich zocke immer noch idiotisch mit Trade Republic durch die hanebüchene Börsenwelt, das läuft mal schlecht, mal gut und ist im Ergebnis maximal krank. Jetzt habe ich Anteile an einer israelischen Firma namens Innocan Pharma gekauft, ohne irgendeine Ahnung zu haben, wer die sind, was die wollen und was die machen. Offenbar was Gutes, denn ein Monat Halten erbrachte 1.500 Euro, die ich mit einer kanadischen Goldschürffirma, von der ich nicht mal auswendig weiß, wie sie heißt, sofort wieder verzockt habe. Was ist das für ein kranker Mist? Ein Roulettetisch. Ein Blackjackspiel. Würfelpoker. Kokszockerbude. Ich bin gespannt, ob ich das Geld irgendwann auf Null bringe oder irgendwann endlich meinen bescheuerten Job kündigen kann. Was? Nein, folgen Sie mir nicht, ich weiß immer noch nicht was ich da tue. Ich tanze auf der Schneide, was anderes kann ich nicht.

Kurz vor dem Ende dieses üblichen Käfigs voller Narretei etwas blasierte Egomanieonanie. Frage: Warum schreibe ich? Antwort: Das was alle sagen wenn sie gefragt werden. Einfach weil es aus dem Kopf muss und es mir danach besser geht. Das ist sogar oft geiler als den gelangweilten Therapeuten vollzulabern, der eh kaum was sagt, so dass ich mich quasi selbst therapiere, aber die Schmocks von der Krankenkasse ihn dafür bezahlen.

Ich mache das hier nicht, um Sie zu unterhalten, Sie traurig oder wütend zu machen. Oder überhaupt für Sie (was Sie hiervon halten ist mir egal). Oder für Ihr Geld (können Sie behalten). Auch nicht für Fame (ekelt mich an). Werbung gibt es hier auch keine, weil ich WordPress dafür bezahle, Ihnen keine einzublenden (weil ich Werbung hasse, ich würde mir besudelt vorkommen, stände hier welche). Ich mache das ernsthaft nur aus einem Grund: Schreiben als Ausscheißen. Gülle ins Erdreich ablassen. Denn dann ist sie weg und nervt mich nicht mehr. Der Grund, warum ich das nicht hinter Passwortschutz mache, liegt einfach daran, dass ich zero Bock auf Mitgliedermanagement habe. Deswegen gibt es auch keine Kommentare. Weil sie nur Arbeit machen (und dabei zu nichts führen und nur nerven). Ich will keine Arbeit mit dem Scheiß hier haben und ob Sie hier lesen, wie viele Sie sind und wie gut Sie das hier finden, ist mir ernsthaft egal. Tut mir leid, ist aber so.

Mögen Sie abseitigen Hip Hop? Mister Jones bringt es auf den Punkt.

Einen noch: Um das Kind für die anderthalbe Jahre Coronashit zu entschädigen, mit dem kinderlose Entscheider den Nachwuchs schikanieren, machen wir derzeit Events. Bissken ausspannen. Nachholen auch. Zeit verbringen. Ausgleich für die Dystopie, von der sie nicht mehr lassen wollen. So war ich mit dem Kind wieder in Tropical Islands. Schon wieder in Brandenburg. Im Moment bin ich in Brandenburg häufiger unterwegs als in Berlin. Ein deutliches Zeichen, wie sehr mir die Hauptstadt inzwischen auf den Saque geht.

Es war recht weird. Alles. Immer aufs Neue. Auch nach anderthalb Jahren verstehe ich die schiere Unlogik des auch hier exerzierten Maskenregimes nicht. An den Kassen müssen alle Leute Masken aufsetzen, die sie nach den Kassen absetzen, bei den Umkleiden müssen sie sie wieder aufsetzen, um sie zum Duschen wieder abzusetzen. Später beim Essen auch. Reingehen. Maske auf. Hinsetzen. Maske ab. Zahlen. Maske auf. Aufstehen und rausgehen. Dann Maske wieder ab zum Anstehen im Pulk bei der Wildwasserbahn. Ich rall’s nicht, liebe Logikhelden, entweder ist es eine massentodbringende Pandemie, dann bringt der ganze olle Käse nix, sondern wir müssen uns alle dauerhaft Gasmasken aufsetzen, um das Killervirus nicht zu verbreiten. Oder wir lassen den Mist jetzt mal, weil jedem Kloppi klar ist, dass das so auf diese Art zu nix führt. Und vor allem nix bringt.

Nachgelassen hat das Essen in Tropical Islands. Ich habe es als sehr gut in Erinnerung, aber das ist auch schon wieder vergammeltes Wissen, denn es ist sehr schlimm inzwischen. Sie haben die Wahl zwischen Kantinenstyle mit Chickennuggets auf Formschnitzelschrott oder Glutamatbutze vom U-Bahnhof. Ich hatte eine Miniportion in Fett schwimmender Chinanudeln mit labbriger Knorpelente für knapp 15 Euro. Übel. Und dreist. Nächstes Mal pack‘ ich mir Stullen ein.

So. Feierabend. Bissken Philosophie noch zum Schluss:

„Make it so.“ (via)