Linkschleuderei vom 16. August 2021

Der Dumme August war der Schlaueste im ganzen Zirkus, aber dann kam die Lobotomie.

Cetzer aaO


Die Links. Read this:

t-online: Taliban übernehmen die Macht: „Der Krieg in Afghanistan ist vorbei“

Saigon in HD.

az-online.de: Faßberg: Bundeswehr und Feuerwehr proben für den Ernstfall

Unsere Freiheit wird in Faßberg verteidigt.

welt.de: Scholl-Latour erklärt Afghanistan für verloren

Ein kluger Mann ist der schon. Muss man sagen. Bittewas? Der ist tot? Und der Artikel von 2014? Oh.

TWASBO: Ein Appell am Punkt ohne Wiederkehr

Alles vergiftet. Man müsste für den öffentlichen Diskurs den Kampfmittelräumdienst rufen, gäbe sich der dafür her. Mir völlig rätselhaft, wie sie die aufgerissenen Canyons durch ihre Gesellschaft wieder kitten wollen. Da haben sie Wunden für Jahrzehnte geschlagen. Wieder.

Pieces of Berlin: Berlin – die Isabella

Die Psychatrien laufen über. Bitte gehen Sie weiter.

scinexx: Wie Bewegung die Depression lindert

Was ich immer sage. Klappt. Die ist dann weg. Dumm nur, dass sie wiederkommt. Und ja, bei mir war es auch die Erinnerung an den grauenhaften Schulsport grauenhafter Lehrer, was mich zu spät mit Sport beginnen ließ. Zu frisch die Gedanken als junger Mann an den blökenden Vereinsschleifernazi mit seinem Zirkeltraining und die Sportfeministin, die die Mädchen Fußballspielen und die Jungs den Ententanz aufführen ließ. Empowerment, baby. (via)

M7: Der Dogmatismus und das Lachen

Das wird schon wieder. Es wird immer wieder. Wie ein Pendel. Hin. Her. Dann wieder hin. Aber auch wieder her.

Berliner Zeitung: Hellersdorf: Radfahrer beleidigt Fußgänger und schlägt ihn mit Fahrradschloss

Ein Fahrradnazi.

ÜberMedien: Der schweigende Dritte

Wow. Der Niggemeier. Heißes Eisen.

Burks‘ Blog: Dark Secrets

Das wird eine von drei Personen sein, die zu meiner Beerdigung kommen dürfen. Drei Leute reichen. Drei Gestalten, die alles repräsentieren was war: Ich will diese trauerschwarze Olle aus dem Internet, einen Horrorclown und den Penner, der auf der Schönhauser Allee vor dem Espresso House sitzt und die Passanten anbrüllt. Kann man das dem Sozialdienst ins Testament schreiben? Dass die das organisieren, nachdem mich die Feuerwehr vom Sofa gekratzt hat? Ich lass‘ auch je 500 Dollar über. Plus Spesen.

Eine Runde Musikunde: Der freundliche Nachbar hat ein Blog empfohlen, das eine bulgarische (the fuck?) Band namens Oddplay empfohlen hat. Der überwiegende Teil von denen ist sehr geil. Sie betreiben ein Genre, das ich noch nicht kannte: Psychedelic Stoner Rock als Instrumental. Was gut ist, denn oft verhunzen schlechte Sänger die Meisterhaftigkeit von Bands. Ein, zwei alte Stücke von denen klingen zwar mit ihren miesen Gitarrensoli wie die Scorpions ohne Gesang, was mich nervt. Aber das Meiste ist fein. Sehr fein.

Das musikalische Genre Shoegaze fand ich hingegen immer schwierig. Für mich klingen die meisten Bands davon immer wie verunglückter Grunge, als Grunge noch cool war. Schiefe schrammelige Gitarren, hauchende säuselnde Frauen mit aufgesetztem Schlafzimmerblick, die mich schon nerven, ohne dass ich sie persönlich kenne, der Output des Ganzen zum Abgehen zu soft und zum Kiffen zu weird. Gefunden habe ich Sky is alright. Gut. Ich finde die gut.

Favorite Kiffertrack momentan: Nitro. Junge Österreicher, deren Restwerk ich sonst wegen exzessiven Autotunes nicht gut finde. Aber den Track hier finde ich ausgezeichnet. Bonustrack: Rauche schnell. (via)

Foodcontent: Gekocht habe ich Kartoffelsotto mit Erbsen, Burrata und Estragon. Wie Risotto, nur mit Kartoffeln statt mit Reis. Es funktioniert, nur seien Sie vorsichtig mit dem Estragon. Zu viel davon und es wird arg seifig. Und nehmen Sie vorwiegend festkochende Kartoffeln wie es im Rezept steht und seien Sie nicht so ignorant wie ich („ach ist doch egal, die hier sehen klein und niedlich aus, nehme ich doch die…“). Ich musste mit etwas Mehlwasser nachhelfen, um die Pampe hinzukriegen. Aber sonst ein prima Gericht. Passt.

Dem Kind habe ich Westerwälder Pfannkuchen zum Frühstück gemacht. Schiere Begeisterung. War klar. Fett meets Salz meets Zucker. Einziger Kritikpunkt (das Kind kritisiert immer was): Zu wenig Speck. Die Menge solle ich nächstes Mal verdoppeln. Da kuckste.

Gegessen habe ich in einer Zeitkapsel namens Prager Hopfenstube in Friedrichshain. Einen ordentlichen Link gibt es heuer nicht, da sie nur Facebook haben (Facebook ist wie Barzahlung, typisch deutsch und so überflüssig). Aber okay. Krasses Essen in krasser Gegend inmitten der stalinschen Zuckerbäckerwattestangenbauten. Holzvertäfelung. Olle Tischdeckchen aus dem Osten. Fürchterliche Spitzengardinchen an den Fenstern. Schmierige Bierkrüge. Fein ist anderswo, hier essen Sie eher derb. Die heftige osteuropäische Nahrung inklusive der meiner eigenen Wurzeln kann ich nur zwei- bis viermal im Jahr machen, zu mächtig, zu krass, wenn auch sehr geil, zugegeben. Polnisch im Breslau oder bei Fila (die das Lokal aufgegeben haben und nur noch Catering machen), tschechisch gerne hier in Friedrichshain.