Linkschleuderei vom 12. Juni 2021

It doesn’t mean someone is in a bigger pain just because he cries louder.

Quelle: Internet


Oha. Sie kommen wieder auf Tour. 285 Jahre. Und ich hab‘ ne Karte geschossen. Für den Flughafen Tempelhof. Seh’n wir uns?

Die Links. Read this:

T-Online: Gorillas-Fahrer streiken für entlassenen Kollegen

Prenzlauer Allee. Direkte Aktion. Da auf dem Bürgersteig wabert ja immer, schon ab frühmorgens, ein Pulk von prekären Fahrradminijobbern mit Kisten auf dem Rücken umher, der die dort wohnen müssenden Anwohner vermutlich in den Wahnsinn treibt, aber dieses Mal waren sie noch mehr. Und sehr sauer.

Komischer Laden, dieses Gorillasding. Ich habe mich mal kurz bei denen angemeldet, als sie letztes Jahr an den Start gegangen sind, aber nie was bestellt, einerseits wegen akuten Verschlumpfens (bin generell zu langsam, zu unflexibel und zu bequem für Neues), aber zuletzt auch, weil mich das Konzept nicht überzeugt. Warum brauche ich die Gummibärchen, Butterkekse und die Cola in zehn Minuten? Von einem abgehetzten Südeuropäer auf dem Fahrrad schnaufend das Treppenhaus hoch gebracht. Wozu? Und das auch noch fast zum Puffpreis meines Spätis und locker teurer als bei Lidl. Habe ich nicht verstanden und die Gorillas-App war irgendwann zwischendurch beim Kacken schnell gelöscht. Weil wir da am Ende doch wieder einmal beim Problem dieser ganzen superhippen Hyper Hyper Berlinstartups sind. Grüngewaschen, freche Werbung, young urban freshes Image, aber dann doch hinter dem Lack wieder nur ein kaum verhohlener und ganz normal abgefuckter Verheizerschuppen. Nochmal: Brauch‘ ich nicht. So nötig hab‘ ich’s nicht.

Hier etwas Hintergrund, wer mag.

T-Online: Superreiche haben nach der Krise so viel Geld wie noch nie

Das ist aber schön. Na siehste. Hat es wenigstens in dieser Hinsicht was gebracht. By the way: Merken Sie, wie die Preise anziehen? Also ich merk’s.

Berliner Zeitung: Senat beschließt: Bald nur noch E-Autos in Berliner Innenstadt

Ich brauche gar kein Auto, ich habe nur noch eines rumstehen, weil ich den dackelgesichtigen grünen Aktivistenvetteln im Bezirk den (ja, unvermeidlichen, weiß ich selbst) triumphgeheuligen moralischen Sieg, auf den sie geiern, nicht gönne. Gäbe es die Haltungskrakeeler hier nicht, wäre das überflüssige Ding mit den vier abgefahrenen Reifen und der morschen Zylinderkopfdichtung schon lange verkloppt. Zu teuer, zu nervig, zu reinigungsintensiv, zu wenige Parkplätze in meiner Hood, zu viele Strafzettel für Wanderbaustellen. Ich würde, wären die Vetteln nicht da und würden mich nerven, schon lange bei diesen semisozialistischen Carsharingdingern anheuern. Weil es da scheißegal ist, wenn die Autos dreckig, quietschend, kaputt oder verkeimt sind. Sind ja nicht meine.

Das Blogmagazin: Was bedeutet baerbocken?

Und jetzt alle – Eins, Zwei, Drei: STEUERINNENZAHLA! (meine Güte, egal, welches Ministeramt diese Frau im Herbst abgreifen wird, dieses Gekrähe werde ich nie wieder aus meinem Kopf kriegen…)

n-tv: FU spricht von „Täuschung“ – SPD-Politikerin Giffey verliert Doktortitel

Klar frauenfeindlich, die Entscheidung. Dass sowas im Deutschland des Jahres 2021 passieren kann, ist beschämend.

PPQ: Das Ende der SPD: Überholen, ohne einzuholen

Wer verendet da? SP-was? Kenn‘ ich nicht.

Lesen Sie zu diesen stinklangweiligen Wahlen in diesem bis zum Hirntod langweiligen Bundesland das beste Motto aller besten Mottos (Motti?): Schlimm, aber besser als letztes Mal! Lol.

TWASBO Magazin: Der Macher aus Melle

Schwierig. Schnell sitzen Sie mit sowas im Kometenschweif vom Reitschuster oder im Brackwasser vom Klonovsky. Aber natürlich wird es Zeit für Gegenöffentlichkeit, die nicht ideologisch und eben nicht unappetitlich ist. Keine Ahnung, ob das gelingt. Einfach wird’s nicht, vor allem auf dem Papiermedienmarkt, auf dem nur noch Krümel zu verteilen sind. Fragen: Gibt es das Ding auch elektronisch? Warum nicht?

taz: Abschied von Berlin: Aus der Entfernung am schönsten

Da hadert jemand und zieht die Konsequenz. Was konsequent ist. (keine Sorge, der Text ist nicht begendersternt, trotz taz) (via)

breakpoint: Gemeinnützige Mildtätigkeit //2566

Bakschisch. Dieses Land ist kein Stück weniger korrupt als Länder, auf die es wegen deren Korruptheit gerne herabsieht.

Dampfschnuten: Die Steuer kommt

Ich kann das Verdampfen von Cannabisblüten empfehlen. Das kostet 0 Euro Steuern. Mein‘ ja nur…

sehkrank im matrosenpulli: alle(s) an die wand

Objekt-Mama. Luxus-Mann. Fremde Menschen. Und einmal Baerbock.

Des Pudels Kern: Emanzipation 2021

Hihi.

Dazu:

Das Alternativlos-Aquarium: Zen für Gesinnungskrieger

Am Ende eine Anleitung zum Glücklichwerden. So. Genau so.

Sortieren wir das hier in Zukunft mal ein wenig sorgfältiger nach Rubriken. Es ist mir hier immer noch ein wenig zu wirr. Kulturelles kann man ja schon mal zusammenfassen. Bitte. Mir lief ein wenig kreuzverschiedene Musik über den Weg:

Blumfeld – Diktatur der Angepassten

Mir völlig unbekannt bisher. Aber schön. Der Nachbar hat alles zu dem Song gesagt, was zu sagen ist. (und ja, der Circle Jerk darf nicht sterben, auch wenn wir musikalisch meistens weit entfernt voneinander sind, kriegen wir das hin)

Max Richter – Mercy.

Auch sehr cooler Clip. (danke, J.)

Dirkschneider & The Old Gang – Face of a stranger

Kongo-Müller macht immer noch Musik. Mit irgendwas um die 70. Ich konnte mit der Kreissägenstimme nie was anfangen und auch dieser Track berührt mich so gar nicht, aber Respekt vor dem Alter und der Energie, immer noch was zu rocken, muss man schon haben. Vielleicht gefällt’s Ihnen ja. (via)

Und hey, hier ein wenig flockig leichte Sommermusik für die Laube: Nox Novacula haben ein neues Album: Ascension. Das Genre? Death Rock. Bissken was fürs Gemüt. Haha. (Gruß nach Portugal)

Und zuletzt noch etwas vollkommen Gruseliges. Jetzt wird’s arg schräg. Ich weiß nicht, was ist das, Musik? Rap? Düsterlyrik? Aktionskunst? Medizinerslapstick? Hier, einer dieser opponierenden Coronaärzte macht jetzt Gruftikram mit rollendem R: Wer hat Oma umgebracht? Ehrlich, ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, das ist selbst mir zu hart. Frage, nur eine: Warum tut der das? Okay, doch noch ’ne weitere Frage: Wieso kriege ich sowas geschickt?

Essen war ich beim alten, dicken Balli Döner in Tempelhof: Das war ein guter Move, auch wenn sie mir 2 Euro für eine lausige Dose 0,2er Cola abgezogen haben (bringen Sie also besser Ihre eigenen Getränke zum Runterspülen mit, solche Preise sind absurd). Für sechs Euro bekommen Sie aber ein fettes Dürümviech, das Sie bis zum Mittag des nächsten Tages satt macht. Sagen Sie scharf an, bedeutet das hier wirklich scharf und nicht luschenschlumpfscharf wie sonst überall. Die Fresse muss brennen. Und das tut sie hier.

Mit großem Enthusiasmus nachgekocht habe ich folgendes:

Schinken-Käse-Nudeln

Okay, easy popeasy, das Zeug kann auch mein Kind kochen. (Will es aber nicht.)

Münsterländer Zwiebelfleisch

Das hier ist ein wenig deutlich aufwändiger, löste dafür aber null Begeisterung beim Kind aus, was mir vorher schon klar war. Ich habe die Vorlage ein wenig modifiziert. Zum einen habe ich das Fleisch 20 statt 3 Stunden auf niedriger Temperatur köcheln lassen, was den Effekt hatte, dass es zerfiel. In dem Video kommt es mir bei dem Kollegen am Ende etwas fest und trocken vor, was ich nicht so mag. In der Soße habe ich im Verhältnis mehr Essig als Zucker versenkt, wobei auch das Geschmackssache ist. Seien Sie vorsichtig mit dem Senf. Einmal zu viel davon und die Soße ist versaut. Dann habe ich noch die empfohlenen Kartoffeln gegen frisches Panini ausgetauscht. Sonst gut. Sagen alle, außer meinem Kind. Es legte eine Protestnote ein und bat um Chicken Nuggets das nächste Mal. (via)

Und, da es ihn noch gibt und es schade um ihn wäre (um den Spargel und den Chris):

[Männeressen] Penne mit Lachs und Spargel

Ja, prima, sehr schönes Ding, aber die Zutaten, Alter, 550g Penne, ausgerechnet 550g, Lidl hat immer nur 500g, wer verkauft denn so ein absurdes Gebinde? Der Friedenauer Pastakneter? KaDeWe?

Zuletzt nicht überzeugt hat mich:

Spargel Tempura

Riesensauerei in meiner scheiß Küche für ein vergleichsweise fades Ergebnis. Der Spargel ist am Ende des Frittierinfernos kaum noch wahrnehmbar, das ganze Gericht lebt von gutem Öl und ordentlicher Shoyu-Sojasoße vom Asiamarkt. Mehr ist da dann irgendwie auch nicht. Nee. Nicht mein Ding. Tempuragedings nächstes Mal lieber wieder mit Garnelen.