Junkshit aus der Industriehölle (12)

Ich spucke ein, zwei Sätze über Diggys Bulgursalat
Erst wenn wir alle Scheiße fressen, ist die Kultur am Arsch, Junge

AzudemSK


Leider nein. Es wird nicht besser. Sehen Sie hier:

Sucukbälle.

Vom Späti.

Sieht schon auf der Packung fies aus, deswegen muss ich es kaufen. Curiosity will kill the freak. Irgendwann. Soviel ist sicher.

(Krrrk)

Herzlich Willkommen in Junkland, Ihre Bestellung bitte!

Ja hallo, für mich ein Magengeschwür. Im Menü. Supersize. Mit extra Fett. Und Salz bitte.

(Krrrk)

Zwofuffzig, fahren Sie bitte vor.

Frage: Glauben Sie, dass dieser Junk noch ekelhafter als alles jemals junktechnisch vorher Gefressene schmecken kann?

Ja, ich denke auch.

Hier in aller Kürze ganz plastisch eine Analogie, damit Sie sich vorstellen können, wie das Zeug ungefähr geschmacklich randaliert: Nehmen Sie zu gleichen Teilen irgendein billiges Currypulver nebst fiesem Industrieknoblauchgranulat auf einen Löffel, kippen sich das zusammen mit einer getrockneten und hernach zerriebenen Chilischote in den Mund und spülen mit gutem alten Sonnenblumenöl vom letzten Bulettenabend nach. Mund zu. Kopf gut schütteln wie bei Wodka-Ahoi Brause. Schlucken. Glückwunsch.

Es klingt grässlich und das ist es auch.

Interessant ist die Entwicklung der Konsistenz der Fettkugeln, nachdem sie in Kontakt mit Ihrer Mundhöhle kommen. Sie zerschmelzen sofort zu kleinen, zähen und maximal ekligen Popeln, die Sie nur schwer aus den Zähnen bekommen, wenn Sie so blöd sind wie ich und sie kauen. Im Abgang küsst Sie kurz der irritierende Geschmack von saurer Gurke, Pulversenf und Dönerkotze, möglicherweise ein Hauch von Essigessenz, da war ich mir nicht ganz so sicher wie beim Gesamturteil: Widerwärtig.

Dabei keine Spur von der angekündigten Sucuk. Nix. Und ich mag Sucuk. Aber nochmal: Nix.

Dieses Zeug ist übel. Es gibt nichts zu beschönigen. Noch Stunden später brackt mir der Scheiß aus den Zahnzwischenräumen, in die er sich in kleine Klumpen verklebt zusammengezogen hat, laboraromastreuend im Rachen herum, so dass es mich würgt. Ich rülpse Knoblauchpulver in magensaurem Brackwasser und popele mir leider nicht unbeobachtet mit den Fingernägeln den hart gewordenen Mist aus den Backenzähnen, weil es diskret mit der Zunge wieder nicht klappt. Ehrlich ekelhaft. Schätzungsweise drei Monate. So viel dürfte mir die Packung Junk von meiner Lebenszeit abgezogen haben und das mit vollem Recht. So etwas isst man nicht.


Bonustrack:

Sie gehen auch mit dem Geschmack von Bubble Gum an den Start.

Ja, habsch auch gekauft. Und aufgemacht. Und probiert.

Und den Test abgebrochen. Es hat mich gewürgt. Diese Mischung aus Fett-Brackigem und fiesem aufdringlichen Hubba Bubba-Kaugummiautomatenstyle hat mich erledigt. Kotzgrenze. Ekellimit. Weiter geht nicht. Wenn das Sucukzeug schon schlimm war, ist das hier das Allerletzte vom Allerletzten. Für so etwas gibt es bekiffte Kumpels, die das im Munchiewahn auch noch fressen, bemerkenswerterweise ohne würgen zu müssen.


(Greetz, D.)


Junkshit aus der Industriehölle (11)