Meine Versicherung ist besoffen

Sehr geehrter Herr Flachhirn,

was für ein Jahr! Herrlich. Klopapierknappheit, allgemeiner Einschluss, Depressionen, gestörte Kinder, Bergamoleichen und hässliche Impfluencer aus der Gruft, dazu eine Prise pulverisierter Abwehrrechte und eine Armada unfähiger Schönwetternulpen in den Entscheidersesseln, die rumlaufen als wären sie Gottes in die Welt gesandte Geschenk an die Menschheit und von denen nicht einer von seiner Apanage zurücktritt, obwohl es früher, als die da oben noch Selbstachtung hatten, locker für zehn Rücktritte gereicht hätte. Und doch sind sie alle noch da. Wirklich alle. Jeder einzelne. Als manifestierter Hohn. Auch der Millionenvillamann. Und der Autobahnmauthonk. Die Brüsseler Betonfrisur. Und der dicke Novemberhilfemann, dessen Novemberhilfen auch im April einfach nicht regnen wollen. Die hohe Bleierne natürlich auch. Die ist immer da. Seit Äonen. Meine Güte, was für ein Jahr! Niemand nahm den Hut. Nicht einer. Ist das nicht der Wahnsinn? Herr Flachhirn! Was für ein krasses Jahr!

Doch auch in dieser Zeit der schrankenlosen Agonie und der nie endenden Isolation finden wir wirbellosen Versicherungsdrücker einen Anlass, Sie anzuschreiben, um Ihnen eine weitere nutzlose Versicherung an die Backe zu tackern. Und zwar eine … na? Was wird es heute sein? Unfall? Glas? Bi Ba Berufsunfähigkeit? Fondsgebundene Rente? Nein! … eine Zahnzusatzversicherung! Hahaha. Warum? Einfach so. Vulkanausbrüche. Erdbeben. Meteoritenhagel. Hungersnöte. Maskierte Knirpse mit fiesen Stäbchen in den Stupsnasen. Vereinsamt verreckende sieche Alte in unterfinanzierten Pflegepuffs mit immer schon ausgebranntem Personal. Proteste in den Straßen. Nazikeulen im Dutzend billiger bei Twitter. Jeder Oppositionelle ein Mengele. Durchhalteparolen aus den Volksempfängern. Schwarz Rot Göbel. Pleiten. Pech. Pullergrind. Eileiterstau. Nagelkrebs. Hustensaft. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Lockdown. Lalelu mir drückt der Schuh. Heute nur 49,99 der PCR-Test in Ihrem Teppichland. Musterhaus Küchen Fachgeschäft. Und die elende Vogelscheuche schon wieder zu Gast bei Magnus Lanz. Mann das ist doch egal! Juckt doch nicht! Denn Sie, Herr Flachkopf, -hirn, Namenschallrauch, egal, insert text here, brauchen eine … na was? … Zahnzusatzversicherung! Sonst geht nix mehr. Nicht mal kauen. Denn wenn Sie vor lauter Verwahrlosung in der nach alter Unterwäsche, Kiffkoks und Urinpfützen stinkenden Lockdownbude im Neonlicht Ihres tickernden Telegramkanals das Zähneputzen verlernt haben oder im Schatten Ihrer Paralyse, der unendlichen Langeweile und der vor lauter Stumpfsinn fortschreitenden Hirnentzündung in die leider schon wieder leere tägliche Flasche Auchentoshan (Oschentoschen) gebissen haben, kriegen Sie wenigstens neue Zähne spendiert. Von uns, Ihrer Versicherung. Jaha. Wollen wir nur hoffen, dass Ihre Zahnarztpraxis bis dahin nicht auch zugesperrt wird. Wie die Blumenläden. Baumärkte. Burger King. Freudenhaus Hase (du bleibst hier) aus Wedding. Und Tamaras kokettes Kosmetikbüdchen. Krossklebrig knuspriges Korean Fried Chicken unter dem Magistratsschirm. Alberne Alliterationsarmut stupide stinkender Stabreime. Dicht. Platt. Peng. Weg. Wegen Maulfäulesars. Coronaids. Covid-100. Inzidenz 217. Bitte nicht auch der Zahnarzt. Auf dass Sie nach dem Glückaufbauprogramm zumindest Ihr plastezahnfressiges Spiegelbild im Flur angrinsen können, weil Sie sowieso bis März 2022 niemand anderen außer Ihrer eigenen speckig gewordenen Fratze mehr sehen werden, schon gar keinen Besuch. Sie Penner. Blep Blep.

Also unterschreiben Sie jetzt. Sie haben doch eh nix zu tun.

Herzlichst

Zimmermann, die Ficknase